Diagnose Gallenblasenentzündung: So wird sie gestellt

Oft kann ein Arzt bereits anhand der Symptome eine Gallenblasenentzündung diagnostizieren. Laboruntersuchungen und bildgebende Maßnahmen sichern die Diagnose.

Ein Arzt kann oft schon aufgrund einer genauen Anamnese, bei der der Patient die charakteristischen Symptome beschreibt, zur Diagnose Gallenblasenentzündung gelangen. Meist folgt eine körperliche Untersuchung. Liegt eine Gallenblasenentzündung vor, tritt dabei ein Druckschmerz in rechten Oberbauch auf. Häufig leidet der Betroffene auch unter Fieber.

Weitere Untersuchungen bestätigen die Diagnose

Meist führt der Arzt noch weitere Untersuchungen durch, um die Diagnose Gallenblasenentzündung zu bestätigen. Beispielsweise zeigt eine Laboruntersuchung des Bluts eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen und einen höheren Wert für das C-reaktive Protein (CRP). Beides deutet auf eine Entzündung hin. Außerdem können die Bilirubinwerte im Blut erhöht sein, was auf einen Gallenstau hinweist.

Als letzter Schritt folgt meist eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Bei einer Gallenblasenentzündung sieht der Arzt im Ultraschall, dass die Gallenblase vergrößert und die Gallenblasenwand verdickt ist. Außerdem können Gallensteine, die häufig die Auslöser der Entzündung sind, lokalisiert werden.

Nur wenn Gallensteine in den Gallengängen als Ursache für die Gallenblasenentzündung vermutet werden, wird eine endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikografie (ERCP)  eingesetzt, um die Diagnose zu sichern.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 23.01.2019
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Acute cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000264.htm
  • Chronic cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000217.htm
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung