So wird die Diagnose Gallenblasenentzündung gestellt

Ein Arzt kann oft schon aufgrund einer genauen Anamnese, bei der der Patient die charakteristischen Symptome beschreibt, zur Diagnose Gallenblasenentzündung gelangen. Meist folgt eine körperliche Untersuchung. Liegt eine Gallenblasenentzündung vor, tritt dabei ein Druckschmerz in rechten Oberbauch auf. Häufig leidet der Patient auch unter Fieber.

Weitere Untersuchungen bestätigen die Diagnose

Meist werden noch weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikografie (ERCP)Gallenblasenentzündung zu bestätigen. Beispielsweise zeigt eine Laboruntersuchung des Bluts eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen und einen höheren Wert für das C-reaktive Protein (CRP). Beides deutet auf eine Entzündung hin. Außerdem können die Bilirubinwerte im Blut erhöht sein, was einen Gallenstau anzeigt.

Als letzter Schritt folgt meist eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie). Bei einer Gallenblasenentzündung sind dabei eine Vergrößerung der Gallenblase sowie eine Verdickung der Gallenblasenwand zu erkennen. Außerdem können die Gallensteine, die häufig die Auslöser der Entzündung sind, lokalisiert werden.

Nur wenn Gallensteine in den Gallengängen als Ursache für die Gallenblasenentzündung vermutet werden, wird eine endoskopisch retrograde Cholangio-Pankreatikografie (ERCP) zur Stellung der Diagnose eingesetzt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.08.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Acute cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000264.htm
  • Chronic cholecystitis: http://www.nlm.nih.gov/medlineplus/ency/article/000217.htm
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