Symptome bei FSME: Kopfschmerzen, Erbrechen und Schwindel sind typisch

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Allerdings: Schwere Verläufe sind bei dieser durch Zecken übertragenen Infektion eher die Ausnahme. Hinzu kommt: Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt automatisch zu einer FSME und nur zehn bis 30 Prozent der Infizierten zeigen überhaupt Symptome.

Eine Impfung ist dennoch sinnvoll, da es sich um eine Virus-Infektion handelt. Das bedeutet: Im Falle eines schweren Verlaufs steht kein wirksames Medikament zur Verfügung. Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infekten, gegen Viren wirken sie nicht.

FSME verläuft meistens relativ harmlos

Die ersten Symptome der FSME treten zirka sieben bis 14 Tage, manchmal auch vier Wochen nach dem Zeckenstich auf. Die FSME beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie mäßigem Fieber – meistens unter 38 Grad Celsius –, Kopf- und Gliederschmerzen, Erbrechen und Schwindelgefühl. Bei etwa 30 Prozent der Erkrankten ist die FSME nach dieser ersten Phase auch schon überstanden.

Eine Meningoenzephalitis ist die Ausnahme

Bei etwa 70 Prozent der Erkrankten befällt das Virus nach einem fieberfreien Intervall von einer Woche bis maximal 20 Tagen das zentrale Nervensystem. Es kommt zu einer Meningitis, einer Hirnhautentzündung, mit Nackensteifheit, starken Kopfschmerzen und hohem Fieber. In den meisten Fällen heilt die Meningitis nach einigen Tagen folgenlos aus.

In schweren Fällen entwickelt sich eine Meningoenzephalitis, das heißt, nicht nur die Hirnhaut, sondern auch das Gehirn ist entzündet. In diesem Fall können Sprach- und Schluckstörungen, Bewusstseinstrübungen, Lähmungserscheinungen und psychische Veränderungen hinzukommen. Diese Fälle sind allerdings sehr selten. Auch eine Entzündung des Rückenmarks (Myelitis) ist die Ausnahme und tritt vor allem bei älteren Menschen auf.

Kinder überstehen FSME fast immer gut

Selbst bei Patienten mit schweren Krankheitsverläufen heilt die FSME meistens völlig aus. Nur in zehn bis zwanzig Prozent der Fälle ist mit Folgeschäden zu rechnen. Todesfälle treten bei ein bis zwei Prozent der Patienten mit einem Befall des zentralen Nervensystems auf. Bei Kindern verläuft die FSME fast immer unkompliziert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.03.2014
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Robert Koch Institut: Ratgeber zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (28.04.2006)
  • Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin zur Lyme-Borreliose (27.04.2007)
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