Impfung schützt vor FSME

Wer in einem FSME-Risikogebiet lebt oder eine Reise dorthin plant, sollte sich gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen. Dasselbe gilt für Menschen, die berufsbedingt gefährdet sind – zum Beispiel Forstarbeiter, Jäger und Landwirte. Übertragen wird das FSME-Virus durch infizierte Zecken.

Frau wird geimpft © Thinkstock

Symptome

Nicht alle Infizierten zeigen Symptome. Meist treten jedoch nach etwa zwei bis zwanzig Tagen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Nach einer symptomfreien Zeit von etwa einer Woche kommt es zum erneuten Fieberanstieg, diesmal mit Beteiligung der Hirnhäute und des Gehirns, was sich in Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen bis zum Koma mit Lähmungserscheinungen zeigen kann.

Es gibt keine ursächliche Therapie. Daher bleiben nur allgemeine Maßnahmen und der Einsatz von fiebersenkenden Mitteln oder Schmerzmitteln. Oft bestehen die Beschwerden monatelang, aber selbst bei schweren Verläufen kommt es häufig zur vollständigen Ausheilung.

Voller Impfschutz nach neun bis zwölf Monaten

Bei der FSME-Impfung handelt es sich um eine aktive Immunisierung mit abgetöteten FSME-Viren, die das Immunsystem zur Antikörperbildung anregen.
In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Impfschutz zu erreichen. Nach der ersten Impfung findet die zweite etwa ein bis drei Wochen später statt. Die dritte Impfung ist neun bis zwölf Monate nach der ersten Impfung fällig. Der Impfschutz hält dann mindestens drei Jahre.

Bei Reisen in FSME-Gebiete rechtzeitig an die Impfung denken

Nach Abschluss der dreiteiligen Impfung kann bei 99 Prozent der Geimpften mit einem vollständigen Schutz vor FSME gerechnet werden. Bereits nach zwei Impfungen besteht bei 90 Prozent ein Schutz, der allerdings nur etwa ein Jahr anhält.

Ist ein schneller Impfschutz nötig, wird eine Woche nach der ersten Impfung die zweite und wiederum zwei Wochen danach die dritte Impfung verabreicht. Ein Impfschutz besteht schon ab dem 21. Tag nach Beginn der Immunisierung. Eine Auffrischungsimpfung wird so allerdings schon nach 12 bis 18 Monaten fällig.

Auch Kinder ab dem zweiten Lebensjahr sollten geimpft werden. Für Kinder bis 12 Jahre gibt es einen speziellen Impfstoff, der weniger Viren enthält und dadurch sehr gut verträglich ist.

Eine passive Impfung nach einem Zeckenstich entspricht nicht mehr dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. FSME-Immunglobulin-Präparate werden in Deutschland nicht mehr verkauft.

Als mögliche Nebenwirkungen einer FSME-Impfung können auftreten:

  • Rötung oder Schwellung an der Impfstelle
  • Fieber, vor allem bei Kindern
  • vorübergehend Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • sehr selten traten im Zusammenhang mit der Impfung verschiedene Formen der Nervenentzündung sowie starke Kopfschmerzen auf
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.03.2014
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert Koch Institut: Ratgeber zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (28.04.2006)
  • Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin zur Lyme-Borreliose (27.04.2007)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2015/11: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)