Lexikon: FSME und Borreliose

  • Hautveränderungen, die in der Spätphase der Borreliose auftreten können. Typisch sind bläulich bis bräunliche Verfärbungen und Schwellung – oft an den Streckseiten der Unterarme und Unterschenkel sowie an den Händen. Später treten häufig Verdünnung und Rückbildung (Atrophie) von Haut und Weichteilgewebe auf. Die Haut wird zigarettenpapierdünn und knittrig, ist oft bläulich gefärbt und die Adern treten vermehrt hervor.
  • Medikament zur Behandlung bakterieller Infektionen.
  • Bestandteile des körpereigenen Immunsystems, die von speziellen weißen Blutzellen (B-Zellen) gebildet werden. Antikörper (Immunglobuline) sind in der Lage, bestimmte „körperfremde“ Strukturen (Antigene) auf der Oberfläche von Zellen zu erkennen und daran anzudocken. Dadurch sind diese Zellen markiert und sichtbar für die Killerzellen des Immunsystems.
  • Gelenkentzündung unterschiedlichster Ursache, beispielsweise infektionsbedingt. Ist von der degenerativen Arthrose abzugrenzen.
  • Krankheitserreger, die zur Gruppe der Spirochäten gehören und die Borreliose auslösen
  • Eine bakterielle Erkrankung, meist ausgelöst durch den Erreger Borrelia burgdorferi. Die Erkrankung kommt weltweit vor und wird durch Zecken übertragen.
  • Gebiete, in denen eine bestimmte Erkrankung in der Bevölkerung gehäuft auftritt
  • Entzündung des Hirngewebes.
  • Rötung
  • "Wanderrötung", das Erythema chronicum migrans ist meist das erste Anzeichen einer Borrelieninfektion. Es beginnt oft als kleines rötliches Knötchen im Bereich der Bissstelle und weitet sich zu einer ringförmigen Rötung aus.
  • Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird und in seltenen Fällen zu einer Entzündung der Hirnhäute und der Nerven führen kann.
  • Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis
  • Eine andere Bezeichnung für Antikörper (siehe dort). Das sind Eiweiße im Dienste des Immunsystems, die als Reaktion auf bestimmte Stoffe, sogenannte Antigene, gebildet werden.
  • Bei manchen Erkrankungen kann die Gabe spezieller Immunglobuline nach einer Infektion den Ausbruch der Erkrankung verhindern.
  • Zeitraum von der Ansteckung mit einem Krankheitserreger bis zum Auftreten der ersten Krankheitssymptome.
  • Bestimmte Gattung der Zecken. In unseren Breiten spielt vor allem die Schildzecke Ixodes ricinus eine wichtige Rolle als Überträger verschiedener Erkrankungen
  • Entzündung des Herzens
  • Gelenkentzündung im Rahmen der Borreliose. Typisch ist das Springen der Schwellung und Entzündung von Gelenk zu Gelenk.
  • Englische Bezeichnung für die Borreliose. Die Krankheit wurde Ende der 70er Jahre im amerikanischen Ort Lyme erstmals beschrieben.
  • Eine eher seltene, aber sehr typische Hauterscheinung, die auf eine Borrelieninfektion hinweist. Das Lymphozytom ist ein blau-roter Knoten, der vor allem an den Ohrläppchen, Brustwarzen oder Hoden auftritt.
  • Entzündung der Hirnhäute.
  • Entzündung der Nerven
  • Ein blutsaugender Parasit, der zur Familie der Spinnentiere zählt (umgangssprachlich Holzbock). Die Zecke kann verschiedene Erkrankungen auf den Menschen übertragen. In unseren Breiten spielt vor allem die Schildzecke (Ixodes) eine wichtige Rolle bei der Übertragung der Borreliose und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.04.2018
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet;
  • Quellen: Robert Koch Institut: Ratgeber zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (28.04.2006)
  • Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin zur Lyme-Borreliose (27.04.2007)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung