FSME und Borreliose

Zecken fallen nicht, wie häufig angenommen wird, von den Bäumen herab, sondern leben in Bodennähe – in hohem Gras, Unterholz, Sträuchern und Gebüschen sowie in losem Laub.

Zecke auf Grashalm © Thinkstock
Zecken sind die Überträger der Frühsommer-Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis), kurz FSME, und der Borreliose. Haben Sie eine Zecke bei sich entdeckt, sollten Sie diese vorsichtig mit einer Zeckenpinzette entfernen (lassen). Achten Sie dabei darauf, dass die Zecke nicht gequetscht wird, da sonst vermehrt infektiöses Sekret in die Haut gelangt. Die medikamentöse Behandlung nach dem Biss einer infizierten Zecke hängt von der Art der Infektion und dem Erkrankungsstadium ab.

FSME-Impfung in Risikogebieten dringend empfohlen

Um die Gefahr einer Gehirnhautentzündung abzuwenden, sollten Sie sich gegen FSME impfen lassen, wenn Sie in einem FSME-Risikogebiet leben oder eine Reise dorthin planen. Bedenken Sie, dass es mindestens drei Wochen dauert, bis der Impfschutz wirksam wird.

Zecken schnell entfernen

Gegen die andere von Zecken übertragene Krankheit, die Borreliose, gibt es keine Impfung. Es ist deshalb wichtig, Zeckenstiche durch schützende Kleidung zu vermeiden. Sollte sich doch einmal eine Zecke festgesaugt haben, gilt es, sie so schnell wie möglich zu entfernen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.03.2014
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; Dr. Anne Dietel, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Robert Koch Institut: Ratgeber zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (28.04.2006)
  • Robert Koch Institut: Epidemiologisches Bulletin; FSME: Risikogebiete in Deutschland (Stand: April 2010)
  • Online-Information des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand 2010)
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
  • A. Bopp, V. Herbst: Handbuch Medikamente, Stiftung Warentest 2002
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