Anzeichen für Fieber

Fieber ist keine Krankheit, sondern selbst ein Symptom anderer Erkrankungen. Von Fieber spricht man ab einer Körpertemperatur über 38 Grad Celsius.

Frau liegt mit Fieber im Bett © Thinkstock
Erkrankt der Körper, wird die zentrale Temperaturregelung im Gehirn durch Botenstoffe verstellt. Das Signal lautet dann: „Die Körpertemperatur erhöhen“. Dazu muss an anderer Stelle Wärme eingespart werden. Der Körper verengt dazu die kleinen Blutgefäße in der Haut. Dadurch erscheinen wir blass im Gesicht. Gleichzeitig werden die Muskeln angeregt zu arbeiten, um Wärme zu erzeugen. Das lässt uns zittern – so entsteht Schüttelfrost.

Typisch für einen Fieberabfall sind auch Schwitzen und Hautrötung. Das entsteht zur Kühlung, wenn der Körper bei einem Fieberschub die Temperatur wieder auf einen Normalwert herunterfährt.

Weitere Anzeichen für Fieber sind:

  • Gliederschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit
  • Krankheitsgefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Frösteln und Schüttelfrost bei steigendem Fieber
  • Schweißausbrüche bei sinkender Temperatur
  • warme Haut
  • trockene Lippen und Mundschleimhaut
  • schnelle, flache Atmung

Fieberkrampf bei Kindern

Manche Kinder reagieren auf schnell ansteigendes Fieber mit einem Fieberkrampf. Das Kind ist dann plötzlich nicht mehr ansprechbar. Der ganze Körper spannt an, Arme und Beine zucken, die Atmung kann ruckartig werden. Meist verdreht das Kind im Fieberkrampf auch die Augen. Trotz der dramatisch erscheinenden Beschwerden ist ein Fieberkrampf in der Regel harmlos und hört nach zwei bis drei Minuten von allein wieder auf.

Für viele Eltern ist ein Fieberkrampf dennoch ein extrem beängstigendes Ereignis. Wenn ein Fieberkrampf zum ersten Mal auftritt, sollte das Kind auf jeden Fall in einer Klinik eingehend untersucht werden. Dort suchen die Ärzte nach der Ursache für den schnellen Fieberanstieg und das Krampfen. Bei Kindern, die schon einmal einen Fieberkrampf hatten, empfehlen Kinderärzte spätestens bei 39 Grad Celsius das Fieber zu senken. Für den Notfall verordnet der Arzt entkrampfende Medikamente. Diese werden beim Auftreten eines Anfalls rektal verabreicht. Ihre Wirkung setzt schnell ein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.02.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg
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