Fieber

Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion des Immunsystems, meist gegen Krankheitserreger. Diese versucht der Organismus durch eine Erhöhung der Körpertemperatur unschädlich zu machen.

Kind ist erkältet © Thinkstock
Außerdem kommt das Immunsystem bei einer erhöhten Körpertemperatur erst richtig in Schwung. Die Abwehr wird schneller und gezielter.

Fieber ist demnach keine Krankheit und man kann es in Grenzen zulassen. Bei einer Körpertemperatur über 39 Grad Celsius kann es jedoch gefährlich werden. Eine solche Temperaturerhöhung belastet das Herz-Kreislaufsystem. Temperaturen über 41 Grad Celsius können die Nervenzellen schädigen.

Fieberarten:

  • Bei Körpertemperaturen zwischen 37,5 und 38 Grad Celsius spricht man von "erhöhter Körpertemperatur" oder leichtem Fieber.
  • Bei Werten bis zu 38,5 Grad Celsius lautet die Bezeichnung "mäßiges Fieber".
  • Hohes Fieber liegt vor, wenn die Körpertemperatur über 39 Grad Celsius ansteigt.
  • Sehr hohes Fieber ab 40 Grad Celsius belastet den Körper und das Herz-Kreislauf-System stark. Bei 41 Grad Celsius werden Nervenzellen angegriffen.
  • Ab einer Temperatur von 42 Grad Celsius gerinnen Eiweißstoffe des Körpers und es besteht Lebensgefahr.

Normale Schwankungen der Temperatur

Normalerweise liegt die Körpertemperatur zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius (rektal gemessen). Früh morgens ist die Temperatur mit 36,5 Grad Celsius am niedrigsten. Dann steigt sie im Laufe des Tages allmählich an. Am späten Nachmittag erreicht die Körpertemperatur ihren Höchstwert und ist um etwa ein Grad Celsius angestiegen. Bei Frauen wird die Körpertemperatur zusätzlich durch hormonelle Einflüsse verändert: In der Zeit um den Eisprung erhöht sich die morgendliche Temperatur um etwa 0,5 Grad Celsius.

Körpertemperatur richtig messen

Die genaueste Messung der Körpertemperatur erfolgt über den After (rektal). Messungen unter der Zunge (oral) oder unter der Achsel (axillär) sind ungenauer und fehleranfälliger. Axillär ist der korrekt ermittelte Messwert um 0,5 Grad Celsius niedriger als rektal gemessen. Der orale Wert liegt dazwischen. Daher sollte mit der Temperaturangabe immer die Messweise angegeben werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.10.2011
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Vitanet-dsb, Vitanet-gg
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