Fibromyalgiesyndrom: Neue Kraft nach Rehabilitation

Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom, denen es immer schlechter geht oder die über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben waren, können bei ihrer Krankenkasse eine Rehabilitation oder Kur beantragen. Die Auszeit vom Alltag und die durchgeführten Maßnahmen können dabei helfen, wieder neue Kräfte zu schöpfen.

Auch bei einer Rehabilitation in einer Klinik werden meist Patientenschulungen, Bewegung, multimodale Therapie, Medikamente und Psychotherapie miteinander kombiniert. Damit die neu geschöpfte Kraft im Alltag nicht gleich wieder verschwindet, ist es wichtig, dass die Patienten die Maßnahmen der Rehabilitation auch zu Hause weiter anwenden.

Rehabilitation: Das sollten Sie beachten:

Beantragen Sie eine Rehabilitation frühzeitig und nicht erst, wenn Sie mit Ihren Kräften am Ende sind. Denn bis sie von der Krankenkasse genehmigt wird, kann einige Zeit vergehen.

Ihre Krankenkasse wählt die Klinik aus, in der die Rehabilitation stattfinden soll. Machen Sie sich über die Klinik schlau und informieren Sie sich, ob man dort mit der Behandlung des Fibromyalgiesyndroms vertraut ist. Denn nicht selten werden Einrichtungen ausgesucht, die rein auf psychosomatische Krankheiten spezialisiert sind. Aufenthalte dort haben sich bei Fibromyalgiepatienten jedoch als nicht wirksam erwiesen. Im gegebenen Fall sollten Sie mit Ihrer Krankenkasse in Kontakt treten und sich für eine besser geeignete Klinik einsetzen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.07.2012
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie (DIVS): Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie des Fibromyalgiesyndroms (2012)
  • Universitätsklinikum Heidelberg: Patienteninformation über Fibromyalgie: http://www.fibro-heidelberg.de/
  • Fibromyalgie – jeden Tag neu beginnen: Ratgeber der Deutschen Rheumaliga (2008)
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