Symptome von Fettstoffwechselstörungen

Fettstoffwechselstörungen rufen in der Regel über lange Zeit keine Beschwerden hervor. Deshalb bleiben sie häufig jahrelang unerkannt. Diagnostiziert werden sie dann oft erst, wenn bereits Spätfolgen durch eine entstandene Arteriosklerose wie ein Herzinfarkt oder Schlaganfall eingetreten sind.

In schweren Fällen mit stark erhöhten Cholesterinwerten treten jedoch manchmal Symptome auf. Dies ist vor allem bei einer erblich bedingten Störung der Fall. Die auffälligsten sind sogenannte Xanthome – gelb gefärbte Polster unter der Haut. Sie bilden sich häufig an den Augenlidern (Xanthelesma palpaebrarum), am Gesäß, an den Gelenken und an den Strecksehnen (Achilles- und Ellenbogensehnen). Diese Polster bestehen aus Cholesterinablagerungen – also überschüssigen Fetten unter der Hautoberfläche. Sie sind schmerz- und harmlos, weisen aber auf eine schwerwiegende Störung im Körper hin, die behandelt werden sollte. Oft bilden sich diese störenden Hautwucherungen nach erfolgreicher Senkung des Cholesterinspiegels von selbst wieder zurück. Auch eine chirurgische Entfernung ist möglich.

Ein weiterer Hinweis auf die erbliche Variante der Hypercholesterinämie sind weißliche Ablagerungen in der Hornhaut des Auges (Arcus lipoides corneae), die als Ring um die Iris sichtbar werden. Auch hier sind Fetteinlagerungen die Ursache. Bei alten Menschen tritt dieser Trübungsring häufig auf und ist harmlos, bei jüngeren Menschen sollte aber unbedingt die Ursache geklärt werden. Denn meist steckt bei ihnen eine Fettstoffwechselstörung dahinter.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.05.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
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