Fettstoffwechselstörungen (Hyperlipoproteinämie): Cholesterin im Blut
Die Fettverdauung beginnt bereits im Mund: Enzyme im Speichel, wie die Zungengrundlipase, spalten Fettsäuren von den Nahrungsfetten ab. Im sauren Magenmilieu arbeitet diese Lipase am besten und bildet dort kleine Tröpfchen. Im Zwölffingerdarm (Duodenum) kommen Gallensäuren und Bauchspeicheldrüsenenzyme hinzu, die helfen, die verschiedenen Fettbestandteile weiter aufzuspalten und in kleine Partikel, auch Mizellen genannt, zu verpacken. Diese können an den Zellen des Dünndarms andocken und Fettsäuren, Cholesterin und fettlösliche Vitamine in die Zellen der Darmschleimhaut (Enterozyten) abgeben. Von hier aus gelangt ein Teil der Fettsäuren in Form von Chylomikronen über die Lymph- und Blutbahn in die Leber, wo sie weiter verarbeitet werden. Ein anderer Teil gelangt direkt in Muskel- und Fettgewebe.
Oft deckt allein das Frühstück den täglichen Cholesterin-Bedarf
Bei Menschen, bei denen der Regelmechanismus für die Cholesterinbildung gestört ist, kann zuviel durch die Nahrung aufgenommenes Cholesterin den Blutcholesterinspiegel erhöhen. Das erhöht wiederum das Arteriosklerose-Risiko. Viele Menschen nehmen tatsächlich täglich viel mehr als die empfohlenen 300 mg Cholesterin zu sich. Sogar die Aufnahme von 800 mg Cholesterin ist schnell erreicht: durch ein gutes Frühstück mit zwei Eiern, 20 g Butter und 50 g Käse. Wer dann noch am Nachmittag Kekse isst, liegt weit über 800 mg aufgenommenen Cholesterins.
Wer einen erhöhten Cholesterinspiegel hat und diesen senken will, müsste weniger als 300 mg Cholesterin pro Tag zu sich nehmen, um eine spürbare Wirkung zu erzielen.
Wer einen erhöhten Cholesterinspiegel hat und diesen senken will, müsste weniger als 300 mg Cholesterin pro Tag zu sich nehmen, um eine spürbare Wirkung zu erzielen.





