So wird die Diagnose Fettleber gestellt

Eine gründliche Anamnese – das heißt Befragung des Patienten durch den Arzt – und eine körperliche Untersuchung können häufig schon eindeutige Hinweise auf eine Fettleber geben. Bei der körperlichen Untersuchung wird der Oberbauch abgetastet. Eine Vergrößerung der Leber lässt sich auf diese Weise gut feststellen.

Zudem wird meist das Blut des Betroffenen untersucht. Bei einer Fettleber ist jedoch häufig nur der Gamma-GT-Wert erhöht. Die Transaminasen GOT und GPT können leicht über den Normalwerten liegen. Deshalb eignen sich die Leberwerte nicht für eine verlässliche Diagnosestellung, sondern lediglich zur Sicherung der Diagnose.

Bildgebende Verfahren und Leberbiopsie oft nicht nötig

Auch eine Sonografie, also eine Ultraschalluntersuchung, zeigt die Vergrößerung der Leber. Mithilfe weiterer bildgebender Verfahren wie der Computertomografie, können einzelne verfettete Bereiche der Leber entdeckt werden. Diese Methoden sind jedoch meist nicht mehr nötig, um zur Diagnose Fettleber zu gelangen.

Auch eine Leberbiopsie ist für die Diagnosestellung meist nicht erforderlich. Lediglich wenn bereits der Verdacht auf entzündliche Veränderungen der Leber besteht, ist eine Gewebeentnahme und anschließende Untersuchung unter dem Mikroskop sinnvoll.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Beatrix Deiss, Medizinredakteurin; Christina Wiener, Medizinredakteurin
  • Quellen: Classen, Diehl, Kochsiek: Innere Medizin, 6. Auflage (2009)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung