Pica-Syndrom (Pikazismus)

Beim Pica-Syndrom (Pikazismus) handelt es sich um eine Störung des Appetits, bei dem merkwürdige Dinge gegessen werden.

Menschen mit Pica-Syndrom haben einen abnormen Appetit auf Ungewöhnliches, Ungenießbares, Widerliches oder Ekeliges. Die Betroffenen essen beispielsweise Erde, Papierschnipsel, Kreide, Ton, kleine Plastikspäne und mitunter auch Exkremente (Koprophagie).

Das Pica-Syndrom kommt vor allem bei Menschen mit geistiger Behinderung oder Demenz vor. Dieses gestörte Essverhalten ist keineswegs harmlos. Denn die Betroffenen setzen sich dabei einem großen Vergiftungs- und Infektionsrisiko aus. Gleichzeitig können eine einseitige Ernährung bis hin zur Unterernährung sowie ärztlich zu behandelnde Verstopfungen auftreten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.02.2017
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Dr. Steffen Heger et al., "Pica - Ursachen und Komplikationen einer wenig bekannten Essstörung", Deutsche Medizinische Wochenschrift, Nr. 126, 2001 # Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit: "Pica: Krankhafte Essgelüste"
  • Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit: "Pica: Krankhafte Essgelüste"