Formen von Essstörungen: Magersucht (Anorexia nervosa)

Magersucht (Anorexia nervosa) ist eine schwerwiegende Essstörung. Magersüchtige Menschen verlieren absichtlich stark an Gewicht oder versuchen ihr bereits bestehendes Untergewicht zu halten.

Bei einer Magersucht fehlt es den Betroffenen meist nicht an Appetit – sie sind süchtig nach Hunger. Sie treibt der Wunsch nach Schlankheit, verbunden mit der ständigen Angst zu dick zu werden. Junge Frauen leiden weitaus häufiger unter einer Anorexie, doch auch Männer sind betroffen. Vor allem unter Models und Leistungssportlern bestimmter Sportarten ist die Krankheit weitverbreitet.

Die Ursachen der Krankheit sind vielfältig. Das gesellschaftliche Schönheitsideal, familiäre Einflüsse und eine genetische Veranlagung können ebenso zur Entstehung der Krankheit beitragen wie die persönlichen Eigenschaften des Erkrankten oder tiefe psychologische Konflikte.

Mangelerscheinungen durch Unterernährung

Aufgrund der Unterernährung treten häufig Mangelerscheinungen wie Leistungsabfall, Müdigkeit und Konzentrationsmangel auf. Auch Herz-Kreislaufbeschwerden, Zahn- und Haarausfall können die Folge sein. Oftmals isolieren sich Magersüchtige von ihrer Umwelt und leiden unter starken Depressionen. Bei Frauen bleibt außerdem oft die Menstruation aus. Die auffälligste und zugleich gefährlichste Folge der Krankheit: extremer Gewichtsverlust. Etwa zehn Prozent der Betroffenen hungern sich zu Tode.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.02.2017
  • Autor/in: Anja Dolski; Medizinredakteurin; vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;