Binge Eating Disorder (BED)

Binge Eating Disorder (BED) ist eine durch Essattacken gekennzeichnete Essstörung. Betroffene nehmen während einer Essattacke heimlich und unkontrolliert große Mengen an Lebensmitteln zu sich. Sie essen schnell, ohne Hungergefühl und wahllos, bis sie „übersatt" sind. Dann stellt sich meist ein unangenehmes Völlegefühl ein – und ein schlechtes Gewissen.

Im Gegensatz zu Menschen mit Bulimie erbrechen Binge-Eating-Patienten nach den Essanfällen nicht und ergreifen auch keine anderen gegensteuernden Maßnahmen zur Gewichtskontrolle. Deshalb sind sie oft übergewichtig oder leiden unter starken Gewichtsschwankungen. Häufig geht eine Binge Eating Disorder mit einer Adipositas (Fettsucht) einher.

Die unkontrollierten Essattacken begleiten Abscheu und Ekel vor dem eigenen Körper. Die Betroffenen schämen sich wegen ihrer mangelnden Selbstkontrolle und vor allem wegen ihres Übergewichts. Schuld- und Schamgefühle bis hin zu psychischen Störungen wie Depressionen und Angstzustände sind die Folge.

Körperlich kann Übergewicht zu Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II, Herz-Kreislauf-Erkrankungen (beispielsweise Bluthochdruck), Schlaganfall oder Herzinfarkt, Arthrose und Wirbelsäulenschäden führen.

Autoren und Quellen Aktualisiert: 27.02.2017
  • Autor/in: Anja Dolski; Medizinredakteurin; vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;