Therapie bei Erektionsstörungen

Die Ursache von Erektionsstörungen – auch erektile Dysfunktion, Potenzstörungen oder Impotenz genannt – muss durch einen Arzt (Urologe) abgeklärt werden, damit eine gezielte Therapie möglich wird.

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Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Impotenz wiederholt auftritt
  • Erektionsstörungen das Sexualleben ganz allmählich und zunehmend stärker beeinträchtigen (Hinweis auf eine chronische Erkrankung)
  • Sie durch psychische Probleme stark belastet werden und ihr Sexualleben aus dem Gleichgewicht gerät
Bei ungesundem Lebenswandel hilft manchmal schon eine Umstellung der Lebensgewohnheiten gegen die Impotenz. Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sowie der Abbau von Stress tragen entscheidend dazu bei. Treten die Erektionsstörungen als Nebenwirkung von Medikamenten auf, kann der Arzt möglicherweise ein besser verträgliches Arzneimittel verordnen. Sind die Ursachen für die Erektionsstörungen organisch bedingt, kann eine spezielle Therapie die eigentliche Erkrankung bekämpfen und die dadurch bedingte Impotenz ausgleichen.

Zudem werden Medikamente gegen Impotenz eingesetzt – Beispiele sind Arzneimittel mit Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil. Bei den Naturheilmitteln kommen vor allem die Extrakte der Yohimberinde und entsprechende Kombinationen zum Einsatz.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen
Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Einnahme von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden (Gegenanzeigen). Das gilt auch für Naturheilmittel. Angaben zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Beachten Sie vor allem die Informationen unter den Rubriken „Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder Gegenanzeigen“. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Produkte.

Weitere Therapiemaßnahmen

Sind die Ursachen für die Impotenz vor allem psychischer Natur, kann eine Psychotherapie weiterhelfen. Häufig wird dabei auch der Partner vom Psychotherapeuten oder Sexualtherapeuten mit einbezogen.

Dank moderner Medikamente werden mechanische Erektionshilfen in der Therapie von Erektionsstörungen nur noch selten eingesetzt. Beispiele sind die sogenannte SKAT-Therapie oder die Vakuumpumpe.

Sollten alle anderen Therapiemaßnahmen nicht greifen, kann eine Operation infrage kommen. Ein Schwellkörperimplantat verhilft dem Betroffenen dann wieder zu einer Erektionsfähigkeit.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 22.05.2017
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: Diagnostik und Therapie der erektilen Dysfunktion (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-112l_S1_Erektilen_Dysfunktion_Diagnostik_Therapie_2015-01-verlaengert_01.pdf)
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