Weitere Medikamente gegen Durchfall: Loperamid und Gerbstoffe

So unterschiedlich wie die Ursachen von Durchfallerkrankungen sind, so unterschiedlich sind auch die Wirkprinzipien der einzelnen Mittel gegen Durchfall.

Loperamid beeinflusst die Darmbewegung und stoppt so den Durchfall. Loperamid wirkt dabei aber nur symptomatisch, bekämpft also nicht die Ursache der Durchfallerkrankung. Nehmen Sie Medikamente mit Loperamid nicht länger als zwei Tage ein. Kinder unter zwölf Jahren dürfen nicht mit Loperamid behandelt werden.

Gerbstoffe wie Tannine dichten die Darmschleimhaut ab und verkleinern so unter anderem die Angriffsfläche für Bakterien.

Medizinische Kohle – hochdispersives Siliciumdioxid und Smektit – wirken adsorbierend. Das heißt, sie binden Schadstoffe, beispielsweise Bakterien, Bakteriengifte oder andere Giftstoffe.

Auch Ethacridin ist unter den Inhaltsstoffen von Medikamenten gegen Durchfall zu finden. Die Einnahme einer unspezifisch desinfizierenden Substanz wie Ethacridinlactat bei Durchfall hat lange Tradition, gilt aber mittlerweile als überholt. Außerdem kann die Substanz Allergien hervorrufen.

Wirkstoffe

  • Loperamid
  • Medizinische Kohle
  • Smektit (Aluminium-Magnesium-Schichtsilikat)
  • hochdispersives Siliciumdioxid
  • Tanninalbuminat
  • Tanninalbuminat und Ethacridinlactat
  • Ethacridinlactat
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