Ursachen und Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen

  • Gefäßentzündung (Vaskulitis). Dabei unterscheidet man zwischen primärer und sekundärer Vaskulitis. Bei der primären handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, die zu den rheumatischen Erkrankungen gehört. Die sekundäre Form wird ausgelöst durch Medikamente oder Infektionen. Allerdings ist Vaskulitis als Ursache für Durchblutungsstörungen relativ selten, wie auch die Folgende:
  • Raynaud-Syndrom. Hier handelt es sich um Gefäßkrämpfe, die zu Durchblutungsstörungen an Fingern und Zehen führen. Hervorgerufen werden die Krämpfe durch Stress oder Kälte. Als Auslöser für die Erkrankung, die nach ihrem Erstbeschreiber Maurice Raynaud (1834–1881) benannt ist, werden verschiedene Faktoren diskutiert. So ist das primäre Raynaud-Syndrom wohl genetisch bedingt das sekundäre Raynaud-Syndrom kann unter anderem im Rahmen einer Rheumaerkrankung auftreten oder als Nebenwirkung bestimmter Medikamente.
  • Hauptursache für Durchblutungsstörungen – ist jedoch die Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) dorthin. Sie findet im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses statt. Eine gesunde Lebensweise verlangsamt den Verschleiß. Umgekehrt verstärken und beschleunigen bestimmte Risikofaktoren die Ablagerungsprozesse.
  • Gefäßverschlüsse beispielsweise durch Embolien, die im Blutstrom angeschwemmten Partikel bleiben an der engsten Stelle stecken und führen zu einer Sauerstoffunterversorgung des anschließenden Gebietes. Meistens geschieht dies im Rahmen einer Arteriosklerose.

Die wichtigsten Risikofaktoren für Durchblutungsstörungen sind:

  • erbliche Veranlagung zu Arterienverkalkung
  • männliches Geschlecht
  • erhöhte Blutfettwerte
  • Bewegungsmangel
  • Stress
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.05.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Klinik für Dermatologie, Ruhr Universität Bochum
  • Deutsche Rheuma-Liga
  • Raynaud-Phänomen. Aktuelle Diagnostik und Therapie; Dtsch.Med. Wochenschrift 2006; 131:1223-1227
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