Therapie bei Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen als Folge einer fortgeschrittenen Arterienverkalkung müssen vom Arzt behandelt werden. Gehen Sie gleich mit den ersten Anzeichen zum Arzt.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie ein Kribbeln, Kälte- oder Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen spüren
  • Sie zunehmend vergesslicher und unkonzentrierter werden
  • Sie beim Gehen oder auch in Ruhe Schmerzen in den Beinen spüren
  • Sie bei körperlicher Anstrengung Atemnot und ein Engegefühl in der Brust feststellen
Ein Patentrezept gegen Durchblutungsstörungen allgemein gibt es nicht. Um die richtige Behandlung einzuleiten, sollte ein Arzt abklären, was die Ursache für die Durchblutungsstörung ist. Danach richtet sich dann die Therapie.

Wenn die Durchblutungsstörungen durch niedrigen Blutdruck ausgelöst werden, sind folgende Maßnahmen sinnvoll:

Bewegen Sie sich regelmäßig. Ausdauertraining wie Walken, Schwimmen und Radfahren gleicht Kreislaufprobleme aus und moduliert den Blutdruck. Ein zu niedriger wird höher, ein zu hoher niedriger. Duschen Sie morgens kalt und aktivieren Sie zusätzlich mit einer Bürstenmassage Ihren Kreislauf. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Je mehr Flüssigkeit im Körper kursiert, desto höher steigt der Blutdruck. Gehen Sie in die Sauna. Die Temperaturreize trainieren die Gefäße.

Liegt eine Vaskulitis vor, verschreibt der Arzt Medikamente, die die überschießende Immunreaktion dämpfen.

Hat der Arzt das Raynaud-Syndrom diagnostiziert, sind muskelkräftigendes Fingertraining und Kälteprophylaxe sinnvoll. Zusätzlich haben sich unterschiedliche Arzneistoffe bewährt, die beispielsweise zur Gruppe der Blutdrucksenker gehören, die gefäßerweiternde Wirkung aufweisen oder bei Depressionen verschrieben werden.

Bei Durchblutungsstörungen durch Arteriosklerose wird der Arzt je nach Ausprägung der Beschwerden zu Selbstmaßnahmen wie Bewegungstraining und Diät raten, oder entsprechende Medikamente und falls nötig Operationen anordnen.

Eine Maßnahme ist jedoch bei allen Formen von Durchblutungsstörungen sinnvoll, falls Sie Raucher sind: Geben Sie das Rauchen auf, das unterstützt auf jeden Fall die Gesundheit Ihrer Gefäße.

Ohne Rezept erhältliche Medikamente gegen Durchblutungsstörungen ergänzen die ärztliche Therapie. Sie können zusätzlich, aber nicht anstatt ärztlich verordneter Arzneimittel eingenommen werden. Gut geeignet als Ergänzung sind Naturheilmittel mit Ginkgo biloba oder Knoblauchextrakten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.05.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Klinik für Dermatologie, Ruhr Universität Bochum
  • Deutsche Rheuma-Liga
  • Raynaud-Phänomen. Aktuelle Diagnostik und Therapie; Dtsch.Med. Wochenschrift 2006; 131:1223-1227
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