Dreitagefieber

Das Dreitagefieber – auch Exanthema subitum oder Roseola infantum – ist eine Viruserkrankung, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder bis drei Jahre betrifft. Nur selten erkranken auch ältere Kinder oder Erwachsene.

Ausgelöst wird das Dreitagefieber durch das humane Herpesvirus Typ 6 (HHV-6) oder seltener Typ 7 (HHV-7). Diese Viren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen – also beispielsweise beim Sprechen, Husten oder Niesen. Wer sich einmal mit dem Virus infiziert hat, ist in der Regel sein Leben lang immun.

Symptome des Dreitagefiebers

Die Inkubationszeit, also der Zeitraum zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit, beträgt zwischen fünf Tage und zwei Wochen. Dann tritt plötzlich hohes Fieber auf, das über 40 Grad Celsius steigen kann. Meist hält das Fieber – wie der Name schon sagt – über drei Tage an. Die Fieberphase kann aber auch bis zu fünf Tage dauern. Danach sinkt das Fieber genauso schnell wieder, wie es gestiegen ist.

Auf das Fieber folgt meist ein kleinfleckiger, blassroter Hautausschlag (Exanthem), der in der Regel nicht juckt. Ab diesem Zeitpunkt ist der Patient nicht mehr ansteckend. Vor allem zeigt sich das Exanthem auf Rücken, Bauch und Brust – es kann sich aber auch auf Arme und Beine, seltener auf das Gesicht ausbreiten. Nach wenigen Tagen verschwindet es von allein wieder.

Weitere Symptome, die Fieber und Hautausschlag begleiten können, sind Durchfall, Erbrechen, Husten, geschwollene Lymphknoten am Hals oder ein entzündeter Rachen. Es gibt aber auch Kinder, die überhaupt keine Symptome zeigen. Bei ihnen verläuft die Krankheit „stumm“. Infizieren sich Erwachsene mit dem Herpes-Virus, äußert sich die Erkrankung eher wie eine Erkältung.

Diagnostik des Dreitagefiebers

Viele Infektionskrankheiten gehen mit hohem Fieber einher, daher lässt sich das Dreitagefieber erst eindeutig diagnostizieren, wenn das Fieber abrupt gesunken ist und sich der typische Hautausschlag zeigt.

Auch mithilfe einer Blutuntersuchung kann die Virusinfektion nachgewiesen werden, da sich im Blut Antikörper bilden. Wenn die Krankheit komplikationslos verläuft, ist eine solche Untersuchung allerdings nicht notwendig.

Behandlung des Dreitagefiebers

Es können nur die Symptome des Dreitagefiebers behandelt werden – vor allem mithilfe fiebersenkender Medikamente und Wadenwickeln. Außerdem ist es wichtig, dass das Kind genügend trinkt, da Babys und Kleinkinder durch das Fieber viel Flüssigkeit verlieren.

Mögliche Komplikation: Fieberkrampf

In etwa zehn Prozent der Fälle tritt aufgrund des schnellen Fieberanstiegs ein Fieberkrampf auf. Dann sollten Eltern mit ihrem Kind sofort einen Kinderarzt aufsuchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: Dreitagefieber (http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/krankheit/show.php3?p=0&id=11&nodeid=28)
  • Blattmann, Claudia et al. (2012): Kurzlehrbuch Pädiatrie
  • Wessel Lucas et al. (2011): Checkliste Pädiatrie
  • Kröner, Carolin/Koletzko, Berthold (2010): Basiswissen Pädiatrie
  • Speer, Christian P./Gahr, Manfred (2009): Pädiatrie
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