Depressive Verstimmungen

Viele Menschen reagieren auf tragische Ereignisse, Enttäuschungen oder ständigen Stress mit Traurigkeit und innerem Rückzug. Wenn die Betroffenen die Krise verarbeitet haben, kehrt die Lebensfreude wieder zurück. Die Betroffenen litten unter einer depressiven Verstimmung. Wichtig ist die klare Abgrenzung zu einer Depression.

Frau sitzt erschöpft und traurig am Schreibtisch © Thinkstock
Typische Auslöser einer depressiven Verstimmung:
  • zwischenmenschliche Probleme (mit Kollegen, dem Partner, Familienangehörigen, Nachbarn)
  • trübes Wetter, wenig Sonnenlicht
  • Hunger
  • Überlastung, Schlafmangel
  • Krankheiten
  • Hormonschwankungen (Wechseljahre, Prämenstruelles Syndrom (PMS))
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente
  • Trauer; in diesem Fall kann die depressive Verstimmung länger anhalten. Die Trauerarbeit ist aber äußerst wichtig. Man löst sich von dem Vergangenen, damit man sich Neuem zuwenden kann.

Die Anzeichen einer depressiven Verstimmung

Traurigkeit, Unsicherheit, Unentschlossenheit, Frustration und vieles mehr können die Symptome einer depressiven Verstimmung sein. Treten diese Anzeichen ohne einen der genannten Auslöser auf, sollte man zum Arzt gehen. Diagnostiziert er eine depressive Verstimmung, kann man sich nach Absprache mit ihm meist selbst behandeln.

Die Therapie bei depressiven Verstimmungen

Bei der Behandlung von depressiven Verstimmungen hat sich vor allem die Heilpflanze Johanniskraut bewährt. Wichtig sind bei diesem Naturheilmittel jedoch die richtige Dosierung und eine regelmäßige Anwendung über mehrere Monate hinweg. Außerdem muss man bei der Einnahme von Johanniskrautpräparaten auch Wechselwirkungen beachten, die mit bestimmten Medikamenten auftreten. Vor allem die Wirkung der Pille kann bei gleichzeitiger Einnahme von Johanniskrautpräparaten herabgesetzt werden.

Einfache Helfer gegen depressive Verstimmungen

Daneben gibt es aber auch ganz einfache Hilfen gegen depressive Verstimmungen, die jeder nutzen kann: Licht, Bewegung und kohlenhydratreiche Ernährung. Diese drei Faktoren erhöhen den Serotoninspiegel im Blut. Der Botenstoff Serotonin wird umgangssprachlich oft als „Glückshormon“ bezeichnet, weil er stimmungsaufhellend wirkt. Wer unter einer depressiven Verstimmung leidet und anfängt, jeden Tag eine Stunde bei Tageslicht flott spazieren zu gehen, wird sich in den meisten Fällen schon rasch besser fühlen. Sogar wenn Wolken die Sonne verdecken, reicht das schon aus, den Serotoninspiegel zu erhöhen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 31.08.2012
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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