Depression: Welche Rolle spielt das Alter?

Viele körperliche und geistige Veränderungen treten im Alter auf, oftmals schränken sie den alternden Menschen mehr und mehr ein:

Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, immer mehr körperliche Beschwerden treten auf, man ist vielfach auf die Hilfe anderer angewiesen. Daneben fühlen sich viele alte Menschen einsam, weil der Lebenspartner schon verstorben ist oder nur noch wenig Kontakt zur Familie oder zur Außenwelt besteht. Trotz dieser zahlreichen negativen Begleiterscheinungen konnte für alte Menschen kein erhöhtes Depressionsrisiko festgestellt werden. Das Alter scheint also keine Ursache für Depressionen zu sein.

Im Gegenteil: Neueren Untersuchungen zufolge liegt der Erkrankungsgipfel für Depressionen in einem Lebensalter von 18-25 Jahren.

Dennoch ist in höherem Lebensalter die Depression die häufigste psychische Störung. Erschreckend ist die Zunahme der Suizidrate mit dem Alter, besonders bei Männern.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.01.2012
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
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