Depression: Ursachen und Risikofaktoren

Eine Depression hat selten eine einzige Ursache. Meist führt ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zur Erkrankung.

Frauen sind gefährdeter als Männer

Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die das Depressionsrisiko erhöhen: Frauen erkranken mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an einer Depression als Männer. Unterschiedliche Studien haben gezeigt, dass bei der Entstehung einer Depression auch die genetische Veranlagung eine Rolle spielt. Darüber hinaus können weitere körperliche Erkrankungen wie eine Störung der Schilddrüsenfunktion Ursache sein.

Einschneidende Ereignisse können Einfluss haben

Großen Einfluss können jedoch auch einschneidende Lebensereignisse wie eine Trennung oder Verluste von nahestehenden Personen haben. Auch, wenn sich Menschen an neue Lebenssituationen wie den Ruhestand oder Arbeitslosigkeit gewöhnen müssen oder nach einer Geburt kann eine Depression folgen.

Diese Einschnitte führen wahrscheinlich zu Veränderungen im Hirnstoffwechsel, die dann bei manchen Personen depressive Zustände auslösen können. Vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin spielen dabei eine zentrale Rolle.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.04.2015
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
  • Kompetenznetz Depression
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005l_S3_Unipolare_Depression_2012-01_01.pdf)
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