Depression: Verschiedene Möglichkeiten zur Therapie

Den meisten depressiven Menschen kann heute durch medikamentöse Behandlungen (Antidepressiva) und/oder Psychotherapie geholfen werden. Wenn möglich, sollten beide Formen der Therapie miteinander kombiniert werden.

Antidepressiva und die Psychotherapie gelten als Pfeiler der modernen Depressionstherapie. Damit kann vier von fünf Patienten geholfen werden. Die medikamentöse Therapie gilt dabei inzwischen als unverzichtbares und wirksames Heilverfahren. Zur Behandlung stehen heute sehr viele verschiedene Präparate zur Auswahl.

Neben der medikamentösen und psychotherapeutischen Therapie kommen in einigen Fällen auch physikalische Maßnahmen zur Anwendung. Insbesondere bei den Depressionen mit tages- oder jahreszeitlichen Schwankungen haben sich die Lichttherapie und Schlafentzug bewährt. Die Elektrokrampftherapie wird bei schweren Depressionen eingesetzt, wenn Medikamente nicht ausreichend wirken.

Depression: optimale Therapie ist selten

Da aber die Erkrankung oft nicht erkannt oder deren Ausmaß und Schwere unterschätzt wird, erhält derzeit nur ein kleiner Teil der Betroffenen eine optimale Therapie. Unbehandelt können depressive Episoden teilweise monate- oder jahrelang anhalten. Eine rechtzeitige und ausreichende Therapie könnte den betroffenen viel Leid ersparen.

Wichtige Aufgabe der Depressionsbehandlung ist das Erkennen und Einschätzen des Suizidrisikos. Deshalb gehört die Frage nach Selbstmordgedanken in das erste Behandlungsgespräch.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.01.2012
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
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