Formen der Depression: Major Depression

Hinter dem Begriff Major Depression versteckt sich die typische, klassische Form der Depression mit einem schweren Verlauf. Früher wurde diese Form als „endogene Depression“ bezeichnet.

Eine „Major Depression“ liegt vor, wenn zu den bekannten drei Hauptsymptomen Interessenlosigkeit, Antriebsmangel und Niedergeschlagenheit mindestens noch zwei weitere Nebensymptome hinzukommen. Nebensymptome sind beispielsweise verminderte Aufmerksamkeit, vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle oder Schlafstörungen. Die Betroffenen sind dadurch in ihren Alltagsaktivitäten stark beeinträchtigt und können diese nicht mehr ausführen.

Major Depression verläuft oft phasenhaft

Dem Beginn der Erkrankung können belastende Situationen wie Erkrankungen, Verluste oder Alkoholmissbrauch vorausgehen. Oft verläuft die Major Depression phasenhaft, das heißt, zwischen den depressiven Episoden liegen längere beschwerdefreie Zeiträume. Das Suizidrisiko beträgt ohne Therapie etwa 15 Prozent. Manchmal entwickelt sich daraus auch eine bipolare Störung, das heißt, Phasen mit gedrückter und gehobener Stimmungslage wechseln sich ab. Die Ursachen dafür sind bisher nicht bekannt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.04.2015
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
  • Kompetenznetz Depression
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005l_S3_Unipolare_Depression_2012-01_01.pdf)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung