Diagnose Depression: Neurologische und internistische Untersuchungen

Zur Diagnose einer Depression können sowohl neurologische als auch internistische Untersuchungen beitragen.

Neurologische Untersuchung

Verschiedene Störungen und Erkrankungen des Nervensystems können von einer Depression begleitet werden. Um eine körperliche Ursache der Erkrankung auszuschließen, sollte eine gründliche nervenärztliche Untersuchung durchgeführt werden, bei der unter anderem die Reflexe und die Funktion der Hirnnerven überprüft werden.

Internistische Untersuchung

Verschiedene körperliche Erkrankungen können eine Depression auslösen. Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder andere Störungen des Hormonsystems, Infektionskrankheiten, Durchblutungsstörungen des Gehirns und weitere körperliche Ursachen sollten durch eine gründliche ärztliche Untersuchung ausgeschlossen werden. Liegen körperliche Erkrankungen vor, sollten diese zunächst behandelt werden. Oft verschwinden dann auch die Symptome der Depression. Auch die bisher eingenommenen Medikamente sollten überprüft werden, denn einige Wirkstoffe können zu depressiven Symptomen führen oder eine depressive Erkrankung verstärken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.04.2015
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
  • Kompetenznetz Depression
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005l_S3_Unipolare_Depression_2012-01_01.pdf)
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