Die Anamnese bei der Diagnose einer Depression

Bei der Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) fragt der Arzt nicht nur nach den aktuellen Beschwerden, sondern auch nach Krankheiten und Lebensereignissen, die im engeren oder weiteren Sinn mit der Depression in Verbindung stehen können.

Erlebnisse aus der Kindheit können eine Rolle spielen

Wichtig können Erlebnisse oder Erkrankungen aus der Kindheit sein, denn selbst diese frühen Störungen können uns noch heute beeinflussen. Aber auch die gegenwärtige soziale, berufliche und familiäre Situation spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose einer Depression. Ebenso werden bei der Anamnese auch Angaben zu Medikamenteneinnahme oder Drogenkonsum abgefragt, denn einige Arzneimittel und bestimmte Rauschmittel können die Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn (Neurotransmitter) beeinflussen und depressive Beschwerden auslösen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.04.2015
  • Autor/in: Dr. med. Michaela Axt-Gadermann, Hautfachärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: G. Nissen: Depressionen, Kohlhammer Verlag 1999
  • G. Niklewski, R. Riecke-Nikleswski.: Depressionen überwinden, Stiftung Warentest 1998
  • M. Wolfersdorf: Depressionen erkennen, verstehen, behandeln, Psychiatrie-Verlag 2001
  • Kompetenznetz Depression
  • Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005l_S3_Unipolare_Depression_2012-01_01.pdf)
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