Dengue-Fieber
Dengue-Fieber ist die häufigste Virusinfektion, die von Mücken übertragen wird. In der Mehrzahl gehen Experten davon aus, dass sowohl tag- als auch nachtaktive Mücken das Virus übertragen. Die wichtigsten Vektoren sind dabei die Ägyptische und die Asiatische Tigermücke. Beide sind schwarz-weiß-gestreift. Die Mücke nimmt das Virus beim Stechen einer infizierten Person oder eines infizierten Affen auf und überträgt es beim nächsten Stich auf einen anderen Menschen (oder Affen). Dengue-Fieber zählt zu den so genannten hämorrhagischen Fiebern, das heißt Betroffene können bei schweren Fällen zu Blutungen neigen. Dengue-Fieber zählt zu den häufigsten Krankheiten, die deutsche Touristen mit nach Hause bringen.
Symptome und Krankheitsverlauf bei Dengue-Fieber
Die Inkubationszeit liegt zwischen 4 und 15 Tagen. Denguefieber beginnt meist mit abrupt stark erhöhter Temperatur, Hautjucken, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schwindel. Hinzu kommen starke Muskel-, Glieder- und Gelenkschmerzen. Normalerweise heilt das Dengue-Fierber oft über eine lange Zeit, in der Stimmungsschwankungen auftreten können, aus. Bei der schwerer verlaufenden Form des Dengue-Fiebers (hämorrhagisches Dengue-Fieber) zeigen sich ein deutlich verschlechterter Allgemeinzustand, Blutungen in die Haut, in die Schleimhäute und die inneren Organe, Blutdruckabfall und Schock. Diese schwerere Form entwickelt sich oft nach der Zweitinfektion mit einem anderen Virustyp. Davon sind häufig Kinder und Jugendliche betroffen. Die Infektion mit einem bestimmten Subtyp hinterlässt zwar eine Immunität gegen diesen Typ, erneute Infektionen mit anderen Subtypen sind aber möglich.
Diagnose und Behandlung bei Dengue-Fieber
Der Arzt stellt Dengue-Fieber zum einen anhand von entsprechenden Symptomen und zum anderen durch Laboruntersuchungen des Blutes (auf Antikörper) fest. Ein speziell gegen die Erreger gerichtetes Medikament gibt es nicht. Die Behandlung beschränkt sich somit auf die Unterstützung der Körperfunktionen, sowie auf schmerz- und fiebersenkende Mittel (Acetylsalicylsäure aber unbedingt meiden).
Wo kann Dengue-Fieber vorkommen?
Dengue-Fieber ist in Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik verbreitet. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes schätzt die Zahl der Betroffenen auf 50 Millionen. Experten gehen davon aus, dass sich die Krankheit noch weiter ausbreiten wird. Gründe dafür sind unter anderem der Rückgang von Mückenbekämpfungsmaßnahmen, die Zunahme städtischer Brutstätten durch starke Vermüllung der Armenviertel in den Tropen sowie der Tourismus.
© WHO, 2006
Mögliche Impfungen gegen Dengue-Fieber
Es gibt keine Impfung gegen Dengue-Fieber.
Vorsorge gegen Dengue-Fieber
Um nicht infiziert zu werden, sollte man für geeigneten Mückenschutz sorgen. Dazu zählt passende Kleidung, beispielsweise lange Hosen und Hemden, sowie Anti-Mückenmittel (Repellentien). Ein Moskitonetz für das Bett sollte ebenfalls dazugehören.





