Demenz: Lexikon

  • Die durch SPECT erzeugten Aufnahmen zeigen, wie sich das in die Blutbahn injizierte radioaktive Arzneimittel im Gewebe verteilt. Man kann damit Stoffwechselfunktionen darstellen. Dieses Verfahren ist kostengünstiger, weniger aufwendig und weiter verbreitet als die Positronen-Emissions-Tomografie (siehe dort).
  • Botenstoff (Neurotransmitter), der an Nervenendigungen frei wird und eine Erregungsübertragung ermöglicht. Viele wichtige Funktionen des menschlichen Körpers wie die Übertragung der Erregung zwischen Nerv und Muskel sind an Acetylcholin als Botenstoff gebunden.
  • Medikamente, die durch Hemmung der Acetylcholinesterase den Abbau von Acetylcholin (siehe dort) verhindern und somit die Wirkung des Acetylcholins verlängern.
  • Eine nach dem deutschen Neurologen Alois Alzheimer (1864–1915) benannte Form der Demenz, die mit einem unaufhaltsam fortschreitenden Verlust aller geistigen Funktionen einhergeht. Typisch sind eine Degeneration von Hirngewebe und ein Verlust von Nervenzellen. Ursache sind Amyloid-Eiweißablagerungen im Gehirn.
  • Hauptbestandteil dieser Plaques (flächiger Belag) außerhalb der Nervenzellen im Gehirn ist ein weitgehend unlösliches Eiweiß, das sogenannte Beta-Amyloid. Dieses Eiweiß entsteht durch eine Spaltung von Vorgängereiweißen. Grund für diese Prozesse bei der Alzheimererkrankung ist möglicherweise eine gestörte Balance des Eiweißhaushalts im Gehirn.
  • Chronische Erhöhung des Blutdrucks (siehe dort) in den arteriellen Blutgefäßen. Wird ein oberer Wert von 140 mmHg beziehungsweise ein unterer Wert von 90 mmHg überstiegen, spricht man von Bluthochdruck. Optimal ist ein Wert von 120 zu 80 mmHg.
  • Träger der Gene. Sie sehen faden- oder schleifenförmig aus und sind Bestandteil des Zellkerns.
  • Bei der Computertomografie lassen sich mithilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder durch den Körper anfertigen. So kann man die unterschiedlichen Gewebearten unterscheiden. Moderne Spiral-Computertomografen sind in der Lage auch dreidimensionale Bilder zu errechnen.
  • Psychische Störung, die mit gedrückter Stimmung, Antriebshemmung, innerer Unruhe und Schlafstörungen einhergeht.
  • Chronische Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel erhöht ist, sich also zu viel Glukose im Blut befindet. Diabetes mellitus zeichnet sich durch absoluten Insulinmangel (Diabetes Typ 1) oder relativen Insulinmangel durch eine gestörte Wirkung des Insulins (Diabetes Typ 2) aus.
  • Ein wichtiger Nervenleitungs-Botenstoff (Transmitter). Dopamin gehört wie Adrenalin und Noradrenalin zur Gruppe der Katecholamine. Es hat eine anregende Wirkung am Herz-Kreislauf-System.
  • Die Elektroenzephalografie ist ein Verfahren zur Messung der Hirnaktivität mittels Darstellung der Hirnströme. Das Elektroenzephalogramm ist die grafische Darstellung dieser Hirnströme. Das EEG ist eine relativ kostengünstige, mit wenig Aufwand verbundene Untersuchungsmethode und damit ein Standardinstrument in der Neurologie.
  • Beschäftigungs- und Aktivierungstherapie; Erfassung und Behandlung von Störungen und Behinderungen durch Einsetzen und Üben ausgewählter Aktivitäten zur Erreichung einer größtmöglichen Selbstständigkeit.
  • Wasserlösliches Vitamin, das erst in seine funktionsfähige Form, die Tetrahydrofolsäure, umgewandelt werden muss und dann unter anderem an der Blutbildung, am Wachstum und am Purinstoffwechsel beteiligt ist.
  • Die frontotemporale Demenz wird durch degenerative Veränderungen des Frontal- sowie des Temporallappens des Gehirns verursacht. Es besteht Ähnlichkeit zur Alzheimer-Krankheit, der Beginn ist bei der frontotemporalen Demenz jedoch meist rascher und der Verlauf eher kürzer.
  • Unfähigkeit, die Ausscheidung von Urin (Harninkontinenz) oder Stuhlgang (Stuhlinkontinenz) zu kontrollieren. Je nach Ausprägung gehen Urin und/oder Stuhlgang erst bei Anstrengungen wie Husten und Pressen ab, unter Umständen aber auch spontan.
  • Das Denken und Verstehen betreffend.
  • Bei der Kurzzeitpflege werden Pflegebedürftige vorübergehend in einer stationären Einrichtung versorgt. Die Pflegeversicherung übernimmt die Kosten von maximal acht Wochen pro Jahr. Zweck der Kurzzeitpflege ist unter anderem die Entlastung von pflegenden Angehörigen. Die „Auszeit“ muss nicht an einem Stück erfolgen.
  • Durch die Entwicklung sogenannter Lewy-Körperchen in den Nervenzellen kommt es zu einer Degeneration eines Teils des Hirnstamms und damit zu einer fortschreitenden geistigen Funktionsstörung. Die Lewy-Körperchen-Demenz ähnelt symptomatisch der Alzheimer-Krankheit.
  • Im Gehirn und Rückenmark vorkommende Flüssigkeit.
  • Er gehört zu den mentalen Leistungstests und eignet sich zur Schweregradmessung bei mittlerer bis schwerer Demenz. Es werden Aspekte wie Sprache, Merk- und Erinnerungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Rechenfähigkeit, Orientierung und kognitive Beeinträchtigungen untersucht.
  • Innerhalb der Nervenzellen zeigen sich neurofibrilläre Bündel neben den Amyloid-Plaques als zweites Zeichen alzheimertypischer Gehirnstrukturveränderungen. Diese bestehen hauptsächlich aus krankhaft veränderten Proteinen. Das veränderte Protein ist im Gegensatz zum normalen nicht löslich.
  • Lebensnotwendige Fettsäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann; Nährstoff, der vor allem in Algen, Pflanzen und Seefisch enthalten ist. Er senkt den Blutdruck und die Blutfettwerte, hemmt die Blutgerinnselbildung und stabilisiert den Herzrhythmus.
  • Übersteigt die Bildung freier Radikale eine gesunde Konzentration, spricht man von oxidativem Stress. Er lässt sich im Blut nachweisen. Freie Radikale sind chemisch schnell und aggressiv wirkende Stoffwechselprodukte, die permanent im Körper entstehen und deren Produktion zum Beispiel durch Medikamente, Umweltbelastungen und seelischen Stress angeheizt wird.
  • (Ambulante) Pflegedienste betreuen und versorgen Hilfsbedürftige zu Hause. Zu den erbrachten Leistungen gehören pflegerische Tätigkeiten wie Betten und Umlagern, medizinische Betreuung wie beispielsweise der Verbandswechsel oder Beratung und Hilfe im Haushalt.
  • Bildgebendes Verfahren zur Untersuchung von metabolischen Vorgängen in Zellen. Die Patienten nehmen radioaktiv markierten Zucker ein, den der Körper bei vielen Stoffwechselprozessen umsetzt oder als Energiequelle braucht. Beim radioaktiven Zerfall werden als Positronen bezeichnete positiv geladene Teilchen frei. Sie hinterlassen eine Spur, die die Verteilung des Zuckers im Gewebe oder in der einzelnen Zelle sichtbar macht. Damit werden biochemische und physiologische Funktionen abgebildet.
  • Therapiemethode, die ohne Medikamenteneinsatz psychologische Verfahren wie beispielsweise Verhaltenstherapie und Psychoanalyse anwendet.
  • Im Unterschied zur Kurzzeitpflege werden Pflegebedürftige bei der Tagespflege nur tagsüber betreut. Abend und Nacht verbringen sie für gewöhnlich zu Hause. Die Tagespflege und auch der Transport zur Einrichtung und zurück nach Hause kann von der Pflegeversicherung finanziert werden.
  • Geistige Funktionsstörung. Ursache ist die Zerstörung von Hirngewebe aufgrund von Durchblutungsstörungen – beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls.
  • Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Funktionen von Herz, Muskeln, Nervensystem und Gedächtnis. Gute Thiaminlieferanten sind zum Beispiel Bohnen, Linsen und Erbsen.
  • Vitamin B12 (Cobalamin) ist insbesondere in tierischen Nahrungsmitteln wie Leber, Fisch, Milch und Milchprodukten enthalten. Es muss vom Körper mit der Nahrung aufgenommen werden. Für die Resorption von Vitamin B12 im Darm wird der von den Belegzellen des Magens produzierte Intrinsic Factor benötigt.
  • Vitamin B6, auch Pyridoxin oder Pyridoxamin genannt, gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen aus dem B-Komplex. Das Vitamin ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt – zum Beispiel am Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel, der Synthese von Botenstoffen für Gehirn- und Nervenzellen und der Bildung von roten Blutkörperchen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2015
  • Autor/in: vitanet.de
  • Quellen: Universität Witten/Herdecke: Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende: Demenzkrankheit (Alzheimer und andere Demenz-Formen) (http://www.patientenleitlinien.de/Demenz/demenz.html)