Wohnraumanpassung bei Demenz – Ruhe für pflegende Angehörige

Eigene Bereich zum Entspannen schaffen

Jeder Mensch braucht auch einmal Zeit für sich – das gilt besonders für Menschen, die einen Angehörigen oder Freund zu Hause pflegen. Denn Pflege ist anstrengend – häufig ein 24-Stunden-Job.

Nicht selten benötigen an Demenz erkrankte Personen eine intensive Betreuung rund um die Uhr. Damit der Pflegende dieser psychischen und physischen Belastung dauerhaft Stand halten kann, ist es wichtig und notwendig, dass er sich eigene Ruhebereiche in der Wohnung schafft.

So schaffen Sie sich Raum für Erholung

Generell gilt: Alle Bereiche, die der Erkrankte betreten kann, sollten im Hellen liegen – Bereiche, die er möglichst nicht betreten sollte, im Dunkeln. Daher können Sie den Eingang zu Ihrem Ruheplatz beispielsweise hinter einem dunklen Vorhang verschwinden lassen. Meist wird Ihr Angehöriger diesen Bereich nicht betreten.

Ehepartner sollten sich überlegen, ob getrennte Schlafzimmer eventuell geeigneter sind – so findet der pflegende Partner nachts leichter Erholung und Ruhe. Sollten Sie sich für getrennte Schafzimmer entscheiden, können Sie die Schlafzimmertür in der Farbe der Wand anstreichen oder ebenfalls mit einem dunklen Vorhang verdecken.

Für die nächtliche Hilfeleistung und Notfälle können Sie zum Beispiel ein Babyfon nutzen. So merken Sie auch bei getrennten Räumlichkeiten, ob Ihr Angehöriger Hilfe benötigt.

>> Hier finden Sie alle Maßnahmen als Checkliste (PDF, 378 KB)
Autoren und Quellen Aktualisiert: 18.02.2015
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitanet.de; Tobias Kraft, Dipl.-Ergotherapeut (FH), Evangelische Geriatriezentrum Berlin.
  • Quellen: Universität Witten/Herdecke: Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende: Demenzkrankheit (Alzheimer und andere Demenz-Formen) (http://www.patientenleitlinien.de/Demenz/demenz.html)