Demenz und Alzheimer: Realitäts-Orientierungs-Training (ROT)

Das sogenannte Realitäts-Orientierungs-Training wird oft in stationären und teilstationären Betreuungseinrichtungen eingesetzt. Es soll die räumliche, zeitliche und personenbezogene Orientierung verbessern.

Dabei werden dem Demenzkranken vom Pflegenden bei jedem Kontakt Informationen vermittelt, die ihn an Zeit, Ort und die eigene Person erinnern sollen. Orientiertes Verhalten wird bekräftigt, desorientiertes korrigiert. Zusätzlich werden Orientierungshilfen wie Schilder, Kalender oder Uhren eingesetzt.

Diese Therapieform wird häufig kritisiert, weil der Betroffene immer wieder mit seiner Erkrankung konfrontiert wird. Das kann ihn frustrieren und beispielsweise zu Angst oder Depression führen. Deshalb raten viele Experten vom Einsatz des Realitäts-Orientierungs-Trainings ab. Im Frühstadium der Demenz ist es allerdings sinnvoll, den Umgang mit Gedächtnishilfen wie Einkaufslisten, Notizblock oder Terminkalender einzuüben. Der systematische Einsatz solcher „Gedächtnisprothesen“ ermöglicht es Demenzkranken, trotz Gedächtnisstörung den Alltag selbstständiger zu bewältigen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.11.2012
  • Autor/in: vitanet.de