Demenz und Morbus Alzheimer: Diagnosestellung

Wenn sich ein Patient Sorgen um seine geistige Leitungsfähigkeit macht, sollte der Arzt genau nachforschen. Denn dies kann ein Hinweis auf eine Demenzerkrankung, Depression oder andere hirnorganische Krankheiten sein.

Oft hegt den ersten Verdacht jedoch nicht der Patient selbst, sondern seine Angehörigen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass der Erkrankte versucht, seine Beschwerden zu verleugnen oder zu verdrängen. Dann können sich Angehörige an den Hausarzt wenden, der beim nächsten Routinebesuch auf mögliche Anzeichen achtet.

Arzt befragt auch die Angehörigen

Besteht ein Verdacht auf Demenz, können spezielle Kurztests, die Gedächtnisleistungen abfragen, erste Anhaltspunkte geben. Diese kann auch der Hausarzt durchführen. Da die Angaben der Patienten zum Verlauf der Demenzerkrankung und zu ihren Auswirkungen auf den Alltag aufgrund des geistigen Abbaus oft nicht zuverlässig sind, befragt der Arzt auch die Angehörigen sorgfältig. Anschließend sind meist weitere Untersuchungen erforderlich, um andere Krankheiten auszuschließen. Diese können dann am besten in einer Gedächstnissprechstunde oder Memory-Klinik durchgeführt werden, zu der der Hausarzt überweist.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.02.2015
  • Autor/in: Dr. phil. Dipl.-Psych. Gernot Lämmler, leitender Neuropsychologe am EGZB; Dipl.-Psych. Stefan Mix, stellv. leitender Neuropsychologe am EGZB; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: G. Lämmler, J. Herms und B. Hanke: Demenz. In E. Steinhagen-Thiessen und B. Hanke (Hrsg.): Neurogeriatrie auf einen Blick, Blackwell-Verlag 2003
  • G. Krämer: Alzheimer Krankheit -Antworten auf die häufigsten Fragen, Reihe TRIAS ärztlicher Rat, Georg Thieme Verlag 2000
  • Universität Witten/Herdecke: Leitlinie für Betroffene, Angehörige und Pflegende: Demenzkrankheit (Alzheimer und andere Demenz-Formen) (http://www.patientenleitlinien.de/Demenz/demenz.html)
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung