Dem Darmkrebs vorbeugen – mit der richtigen Ernährung

Eine gesunde ausgewogene Ernährung und Lebensweise reduziert das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Experten gehen davon aus, dass mehr als ein Drittel aller Darmkrebserkrankungen auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sind. Umgekehrt können Sie durch eine gesunde Ernährung selbst dazu beitragen, das Risiko so gering wie möglich zu halten.

  • Ein hoher Fleischkonsum erhöht das Darmkrebsrisiko. Deshalb sollte der Fleischanteil an der täglichen Nahrung 80 Gramm nicht übersteigen. Bevorzugen Sie Fisch und Geflügel gegenüber rotem Fleisch.
  • Statt Butter und anderer tierischer Fette sollten Sie lieber pflanzliche Fette (zum Beispiel Olivenöl) verwenden. Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren wirken schützend, indem sie die Bildung von Polypen hemmen.
  • Nehmen Sie viel ballaststoffreiche Kost zu sich. Ballaststoffe sind vorwiegend pflanzliche Fasern, die selbst keine Nährstoffe enthalten. Sie quellen im Darm auf und verstärken durch das größere Volumen die unwillkürlichen Darmbewegungen. Aufgrund der beschleunigten Darmpassage können krebserregende Substanzen weniger an der Darmwand wirksam werden.
  • Essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Es enthält neben Ballaststoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe, die krebsvorbeugend wirken können. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von fünf Portionen Obst und Gemüse. Dies entspricht einer täglichen Menge von 400 Gramm rohem oder gegartem Gemüse und 250 Gramm Obst. Besonders geeignet zur Krebsvorsorge sind Hülsenfrüchte, Kohlsorten, Tomaten, Zwiebeln, Zitrusfrüchte und Pflanzensamen.
  • Schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein und reduzieren Sie Übergewicht.
  • Sorgen Sie für ausreichende Bewegung. Sie wirkt sich günstig auf die Darmbewegungen aus.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: D. Henne-Bruns: Duale Reihe Chirurgie, Thieme Verlag 2001
  • Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Darmkrebs
  • AWMF-Leitlinien : Kolonkarzinom und Rektumkarzinom, Stand 2002
  • Felix-Burda-Stiftung
  • Gemeinsamer Bundesausschuss: Krebsfrüherkennungs-Richtlinien, Stand Oktober 2005
  • Leitlinie der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS): S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-007OLl_S3_KRK_2014-08.pdf)
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