Entzündliche Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für Darmkrebs

Das Risiko an Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) zu erkranken wird durch chronisch entzündliche Darmerkrankungen deutlich erhöht. Zu diesen Erkrankungen zählen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Beide Krankheiten treten meist schon im Kindes- und Jugendalter auf und haben ähnliche Krankheitszeichen. Anhaltende, schleimig-blutige Durchfälle mit krampfartigen Bauchschmerzen sind charakteristisch. Teilweise bilden sich Abszesse oder Fistelgänge. Wachstumsstörungen in der Kindheit, Zeichen der Mangelernährung und Gewichtsverluste sind häufig.

Darmkrebsrisiko steigt um das 7- bis 20-Fache

Nach langem Bestehen der Krankheit ist bei Morbus Crohn das Darmkrebsrisiko 7- bis 20-mal höher als bei der Normalbevölkerung, bei Colitis ulcerosa sogar noch höher. In fast der Hälfte aller Fälle tritt das Karzinom sogar in mehreren Bereichen des Darms auf.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 19.03.2015
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: D. Henne-Bruns: Duale Reihe Chirurgie, Thieme Verlag 2001
  • Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Darmkrebs
  • AWMF-Leitlinien : Kolonkarzinom und Rektumkarzinom, Stand 2002
  • http://www.darmkrebs.de/
  • Leitlinie der Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen (DGVS): S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-007OLl_S3_KRK_2014-08.pdf)
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