Die Strahlentherapie wird bei Darmkrebs oft mit einer anderen Therapie kombiniert
Die Strahlentherapie ist oft Bestandteil der Therapie bei Darmkrebs. Wie die Chemotherapie kann auch sie vor oder nach einer Operation durchgeführt werden. Häufig werden beide Behandlungsverfahren kombiniert eingesetzt. Möchte man beispielsweise bei einem größeren Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs) den Schließmuskel erhalten (kontinenzerhaltende Operation), so kann man versuchen, den Tumor mit vorheriger kombinierter Strahlen- und Chemotherapie zu verkleinern (neoadjuvante Therapie). Bei größeren kolorektalen Karzinomen oder bei bereits vorhandenen Lymphknotenmetastasen wird eine Kombination aus Strahlentherapie und Chemotherapie eingesetzt, um die gestreuten Krebszellen abzutöten und die Prognose des Patienten zu verbessern.
Die Strahlentherapie muss gut geplant werden
Die Strahlentherapie erfolgt mit Photonen, die mit Hilfe eines Beschleunigers erzeugt werden. Üblicherweise wird bei Darmkrebs über einen Zeitraum von fünf bis sieben Wochen bestrahlt, meist an vier bis fünf Tagen in der Woche. Der Darm ist sehr strahlenempfindlich, deshalb muss die Bestrahlung sorgfältig geplant und durchgeführt werden. Da der Dünndarm nach Möglichkeit keine energiereiche Strahlung erhalten sollte, wird hauptsächlich Darmkrebs im Mastdarm (Rektumkarzinom) bestrahlt oder in Kombination mit einer Chemotherapie behandelt.
Nebenwirkungen der Strahlentherapie bei Darmkrebs
Als Nebenwirkungen kann es zu Durchfällen, Bauchschmerzen oder auch Beschwerden beim Wasserlassen kommen. Gelegentlich können auch Hautveränderungen auftreten. Da Hoden und Eierstöcke ebenfalls sehr strahlenempfindlich sind, kann es zu Beeinträchtigungen der Zeugungsfähigkeit kommen.





