Die Palliativtherapie lindert die Beschwerden bei Darmkrebs

Wenn bei Patienten mit Darmkrebs (Kolorektales Karzinom) die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten und eine Heilung nicht mehr möglich ist, kann auch eine lindernde Therapie – also eine Palliativtherapie – für den Patienten eine deutliche Steigerung der Lebensqualität bringen.

Zu einer Palliativtherapie beim Kolorektalen Karzinom gehören:
  • Schmerzmittel
    Je nach Schmerzsituation können Medikamente gegen Schmerzen in unterschiedlicher Stärke bis hin zu Opioiden (morphinartigen Substanzen) gegeben werden. Diese Medikamente gibt es auch in Form von Nasensprays und Pflastern. Die Schmerzmedikamente müssen nach einem festen Zeitplan eingenommen werden und nicht erst, wenn die Schmerzen verstärkt auftreten. Bei sehr starken Schmerzen können die Opioide auch mittels eines Katheters mit Pumpsystem direkt in die Umgebung des Rückenmarks gebracht werden.
  • Operation zur Umgehung eines vom Krebs verschlossenen Darmabschnitts
    Ist der Darmkrebs nicht mehr operabel und führt er zum Verschluss des Darms, kann man versuchen, die nicht befallenen Darmabschnitte miteinander zu verbinden oder einen künstlichen Darmausgang (Stoma) anzulegen.
  • Strahlentherapie
    Krebsgeschwülste oder Metastasen werden in der Palliativtherapie bestrahlt, um Schmerzen zu lindern.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: D. Henne-Bruns: Duale Reihe Chirurgie, Thieme Verlag 2001
  • Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Darmkrebs
  • AWMF-Leitlinien : Kolonkarzinom und Rektumkarzinom, Stand 2002
  • http://www.darmkrebs.de/
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