Lexikon: Darmkrebs

  • Von der Schleimhaut oder von Drüsengewebe ausgehende Wucherung, die zunächst gutartig ist, aber bösartig entarten kann.
  • Begriff für die Abfolge genetischer Veränderungen, durch die aus einem gutartigen Adenom des Dickdarms ein bösartiges kolorektales Karzinom (Darmkrebs) entsteht.
  • eine „unterstützende“ Therapie, die zusätzlich zu der Primärtherapie (zum Beispiel Operation) eventuell noch vorhandene Tumorreste beseitigen soll. Das kann eine Strahlentherapie, Chemotherapie (Zytostatika) oder Hormontherapie sein.
  • veralteter Begriff für künstlichen Darmausgang (Stoma).
  • Wurmfortsatz des Blinddarms.
  • Mit einer Chemotherapie (Zytostatikatherapie) werden entartete Zellen behandelt. Dabei erhalten die Patienten Medikamente, die eine Hemmung des Zellwachstums oder der Zellteilung besonders schnellwachsender Tumorzellen hervorrufen. Da auch das Wachstum gesunder Zellen beeinträchtigt werden kann, kommt es zu Nebenwirkungen wie Haarausfall.
  • Entzündung der Dickdarmschleimhaut mit schmerzhaften schleimig-blutigen Durchfällen, erhöhtes Dickdarmkarzinomrisiko.
  • Morbus Crohn. Chronische Entzündung hauptsächlich des unteren Dünndarms und oberen Dickdarms mit erhöhtem Krebsrisiko bei längerem Bestehen.
  • Spiegelung von Körperhohlräumen, zum Beispiel Ösophagoskopie (Speiseröhre), Gastroskopie (Magen), Duodenoskopie (Zwölffingerdarm), Koloskopie (Dickdarm), Rektoskopie (Mastdarm).
  • Innere oder äußere Körperoberflächen bedeckende Zellverbände.
  • Erbkrankheit mit Bildung zahlreicher Polypen im gesamten Dickdarm, die bösartig entarten können.
  • Die Einstufung von Tumoren nach ihrer Bösartigkeit. Der Tumor wird anhand des Differenzierungsgrads seiner Zellen von G1 bis G4 klassifiziert. Je geringer der Differenzierungsgrad der Tumorzellen (zum Beispiel G4), desto bösartiger ist ein Tumor, weil er schneller und aggressiver wächst. Gesunde Zellen sind gut differenziert.
  • Untersuchung zur Erkennung von verstecktem Blut im Stuhl zur Frühdiagnose von Dickdarmkrebs.
  • Krebsauslösende Substanzen.
  • Vom Epithel ausgehender bösartiger Tumor.
  • „Grimmdarm“. Hauptanteil des Dickdarms, bestehend aus aufsteigendem Teil, Querteil, absteigendem Teil und Sigmacolon, Übergang in Mastdarm.
  • Röntgenologische Darstellung des Dickdarms.
  • Medizinische Bezeichnung des Dickdarmkrebses, der im Kolon oder im Mastdarm (Rektum) lokalisiert sein kann.
  • Spiegelung des Grimmdarms (Kolon), im weiteren Sinne des gesamten Dickdarms.
  • Erbkrankheit mit gehäuftem Auftreten von Dickdarmkrebs, meist schon zwischen 40. und 45. Lebensjahr. Andere Bezeichnung: HNPCC= Hereditary Non Polyposis Colon Cancer.
  • Tochtergeschwulst eines Tumors. Sie entsteht – ausgehend vom ursprünglich befallenen Organ – an anderen Stellen im Körper. Die Ursache ist eine Verschleppung von Geschwulstkeimen auf dem Lymph- oder Blutweg.
  • Spezielle Untersuchung zur Feststellung von Gendefekten auf Molekülebene, das heißt nicht im Mikroskop sichtbar.
  • Eine medikamentöse Therapie vor einer Operation, zum Beispiel bei Brustkrebs. Sie dient dazu, den Tumor präoperativ zu verkleinern, damit brusterhaltend operiert werden kann.
  • Mastdarm (Enddarm).
  • Zellgift, das in der Chemotherapie verwendet wird, um das Zellwachstum und/oder die Zellteilung zu hemmen. Sich schnell teilende Zellen sprechen besonders gut auf Zytostatika an.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 25.09.2012
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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