Bei der Nachsorge nach Darmkrebs sollen neue Tumoren entdeckt werden

Die Nachsorge beim Kolorektalen Karzinom wird vorrangig mit dem Ziel durchgeführt, frühzeitig neu auftretende Geschwülste (Rezidive) oder mögliche Tochtergeschwülste (Metastasen) zu erkennen. Aber sie dient auch dazu, begleitende Erkrankungen festzustellen und den Patienten bei sonstigen Schwierigkeiten – etwa mit dem künstlichen Darmausgang – zu unterstützen. Der genaue Umfang und die zeitlichen Abstände der Nachsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs können je nach Krankheitsfall und Therapiezentrum etwas schwanken.

Im Allgemeinen werden in den ersten zwei Jahren alle drei bis sechs Monate folgende Untersuchungen durchgeführt:
  • klinische Untersuchung
    körperliche Untersuchung, Ultraschalluntersuchung der Leber, Röntgenaufnahme des Brustkorbs, Darmspiegelung, eventuell auch Computertomografie.
  • Blutuntersuchung
    Neben den üblichen Laboruntersuchungen wird nach den Tumormarkern CEA beziehungsweise CA 19-9 gesucht. Tumormarker sind spezielle Substanzen, die von einigen Krebsarten gebildet und ins Blut abgegeben werden. Die Bestimmung des Tumormarkers ist hilfreich für die Verlaufskontrolle und Nachsorge.
Nach den ersten beiden Jahren können die Nachsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs meist in größeren Abständen erfolgen. In Nachsorgepässen werden die Ergebnisse der Untersuchungen dokumentiert.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 09.02.2011
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: D. Henne-Bruns: Duale Reihe Chirurgie, Thieme Verlag 2001
  • Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Darmkrebs
  • AWMF-Leitlinien : Kolonkarzinom und Rektumkarzinom, Stand 2002
  • http://www.darmkrebs.de/
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