Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung von COPD
Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für eine COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Die COPD ist die Kombination zweier Krankheiten: chronische Bronchitis und Lungenemphysem. Das Inhalieren von schädlichen Rauch- und Russpartikeln kann die Ursache für eine verstärkte Schleimproduktion sein. Die Flimmerhärchen auf der Schleimhautoberfläche werden geschädigt und können den überschüssigen Schleim nicht mehr abtransportieren. Der Selbstreinigungsmechanismus der Bronchien ist weitgehend gestört und die schädigenden Substanzen können nur noch teilweise durch Husten aus den Bronchien entfernt werden. Infolgedessen können sich auf der inneren Lungenoberfläche Bakterien ansiedeln, die zu einer chronischen Entzündung (chronische Bronchitis) führen können. Bei diesem Prozess werden eiweißverdauende Enzyme freigesetzt, die die oberste Zellschicht der Bronchien schädigen. Auch wird die feine Struktur der Lungenbläschen zerstört, es bildet sich ein so genanntes Lungenemphysem.
Das COPD-Risiko hängt auch von der Zahl der gerauchten Zigaretten ab
Für das Risiko für eine COPD spielt es eine Rolle, wie viele Zigaretten täglich konsumiert werden. 80-85 Prozent aller Betroffenen mit COPD sind Raucher. Andersherum entwickeln ca. 15 Prozent aller Raucher eine COPD, bei starken Rauchern sogar bis zu 26 Prozent. Werden ungeborene Kinder oder Kleinkinder verstärkt dem Zigarettenrauch ausgesetzt, so kann dies dazu beitragen, dass sie später an einer COPD erkranken.
Belastung durch Umweltschadstoffe
Zudem kann die Einwirkung bestimmter Stäube, Dämpfe und Gase die Entstehung einer COPD unterstützen. Dieses Risiko ist wohl bei Männern wegen der entsprechenden Arbeitsplatzbelastung höher. Luftverschmutzung kann dazu beitragen, dass der Betroffene verstärkt unter seiner Erkrankung leidet, d.h. seine Symptome häufiger oder stärker auftreten.
Alpha-1-Antitrypsin-Mangel
Als weiterer Risikofaktor für die COPD bzw. für das Lungenemphysem gilt der Alpha1-Antitrypsin-Mangel. Bei diesem seltenen Enzymdefekt kommt es aufgrund eines Enzymmangels zur Andauung des Lungengewebes. Die Lungenbläschen lösen sich auf, es entstehen größere Lufträume, was im Verlauf der Erkrankung zu einer Überblähung der Lunge führt.





