Die häufigsten Symptome bei einer COPD

Die Leitsymptome der COPD (chronisch obstruktiven Lungenerkrankung) können unter der Abkürzung AHA zusammengefasst werden: Atemnot, Husten und Auswurf. Die Atemnot tritt zu Beginn der Erkrankung meist nur unter Belastung auf, später auch in Ruhe.

Mann hustet beim Arzt © Thinkstock
Im weiteren Verlauf der Erkrankung leiden Betroffene oft unter einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit. Je nachdem, welche Form der Erkrankung überwiegt, kann die Haut der Patienten im fortgeschrittenen Stadium verfärbt sein. Bei überwiegender chronisch obstruktiver Bronchitis findet man ein bläulich verfärbtes Hautkolorit (blue bloater), bei überwiegendem Emphysem-Anteil zeigt der Patient kaum Hautveränderungen (pink puffer).

Hauptkennzeichen ist jedoch die chronische Behinderung der Atmung (Obstruktion), die langsam über Jahre hinweg fortschreitet und dabei eine zunehmende Atemnot verursacht. Von einer COPD spricht man, wenn beim Patienten eine chronische obstruktive Bronchitis oder ein Lungenemphysem vorliegt. Meistens jedoch findet man Mischformen aus beiden.

Einteilung der COPD-Symptome

Je nach Ausprägung der Symptome kann man eine stabile, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) in unterschiedliche Schweregrade einteilen (entsprechend der nationalen Versorgungsleitlinie COPD). Die Einordnung erfolgt dabei unter anderem anhand des FEV1-Werts. Dieser beschreibt das Volumen der ausgeatmeten Luft innerhalb der ersten Sekunde (die sogenannte Einsekundenkapazität). Der FEV1-Wert kann im Rahmen eines Tests der Lungenfunktion (Spirometrie) erhoben werden.

Der Schweregrad I (leichtgradig) liegt vor, wenn der FEV1-Wert nicht weniger als 80 Prozent des Sollwerts beträgt. Chronische Symptome müssen nicht vorliegen. Oft besteht auch keine Atemnot.

Der Schweregrad II (mittelgradig) liegt vor, wenn der FEV1-Wert zwischen 50 und 80 Prozent des Sollwerts beträgt. Chronische Symptome treten häufig auf. Zu Atemnot kommt es bei Belastung.

Der Schweregrad III (schwer) liegt vor, wenn der FEV1-Wert zwischen 30 und 50 Prozent des Sollwerts beträgt. Zu einer Zunahme der Beschwerden kommt es besonders im höheren Lebensalter.

Der Schweregrad IV (sehr schwer) liegt vor, wenn der gemessene FEV1-Wert weniger als 30 Prozent des Sollwerts beträgt und der Patient gleichzeitig unter einer chronisch respiratorischen Insuffizienz leidet.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.03.2017
  • Autor/in: Frau Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charit - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Almut Pforte: COPD - Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Komplikationen, Blackwell Wissenschaft, 2002
  • Allan V. Prochazka: New Developments in Smoking Cessation, Chest 2000
  • Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998
  • www.copd-aktuell.de
  • BDA-Manual COPD
  • Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD), Pneumologie 2012
  • Nationale VersorgungsLeitlinie COPD; Langfassung; Version 1.8; April 2011
  • PatientenLeitlinie Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung COPD; Version 1.3; September 2008
  • Deutsche Atemwegsliga e.V.: Was ist COPD? (http://www.atemwegsliga.de/copd.html)
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