COPD-Patienten sollten durch richtige Ernährung Untergewicht vermeiden

Viele Menschen, die an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (einer Kombination der beiden Krankheitsbilder chronische Bronchitis und Lungenemphysem) erkrankt sind, leiden an Gewichtsverlust, der durch ein Ungleichgewicht zwischen Kalorienaufnahme und Energieverbrauch zu Stande kommt. Offenbar sind bei COPD-Patienten sowohl der Ruheumsatz als auch der alltägliche Kalorienverbrauch erhöht. Der Tagesumsatz ist erhöht, weil das Atmen mit Emphysem mehr Energie verbraucht. Somit können COPD-Kranke Gewicht verlieren, obwohl sie eigentlich eine normale Kalorienmenge zu sich nehmen. Wenn durch eine optimale Anpassung der Ernährungsgewohnheiten die Kalorienzufuhr nicht erhöht und deshalb das Körpergewicht nicht gehalten werden kann, sind im allgemeinen Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Durch sie können insbesondere in Rehabilitationsprogrammen die Muskelfunktion und Übungskapazität wie auch der allgemeine Gesundheitsstatus verbessert werden. Aber auch die Gesamtprognose wird durch eine adäquate Ernährung günstig beeinflusst.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.06.2011
  • Autor/in: Frau Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Almut Pforte: COPD - Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Komplikationen, Blackwell Wissenschaft, 2002
  • Allan V. Prochazka: New Developments in Smoking Cessation, Chest 2000 # 117: 169-175
  • Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998
  • www.copd-aktuell.de
  • BDA-Manual COPD
  • Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD), Pneumologie 2002
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