COPD: Lungenemphysem oder chronische Bronchitis machen das Atmen schwer

COPD steht für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, wobei der Begriff eine Abkürzung für die englische Version "chronic obstructive pulmonary disease" ist. Sichtbare Symptome der Krankheit sind Husten und Atemnot. Eine COPD besteht aus der Kombination zweier Krankheiten: Bei beiden Erkrankungen treten als typische Beschwerden Husten, Atemnot und übermäßige Schleimproduktion auf. Bei dem Lungenemphysem ist die Lunge krankhaft überbläht, dies tritt meist als Folge einer chronischen Bronchitis auf. Die chronische Bronchitis ist als Entzündung eine Dauererkrankung des Bronchialsystems. Sie ist durch fast ständigen Hustenreiz, zumindest aber durch einen mindestens drei Monate anhaltenden Husten mit Auswurf innerhalb zweier Jahre gekennzeichnet. Beide Krankheiten zerstören das Lungengewebe.

Charakteristisch für die COPD: die Obstruktion

Charakterisiert ist die COPD durch eine Einengung der Atemwege, die so genannte Obstruktion. Diese Verengung der Bronchien wird durch eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur ("Bronchospasmus"), durch ein Anschwellen der Bronchialschleimhaut und durch eine krankhaft erhöhte Schleimproduktion hervorgerufen. Die COPD ist eine chronische Lungenkrankheit, der Verlauf kann nur bedingt aufgehalten werden. Da eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, können die Symptome im Verlauf immer wieder nur gelindert werden.

COPD bald dritthäufigste Todesursache weltweit?

Die COPD ist schon heute in den USA die vierthäufigste Todesursache. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass sie im Jahr 2020 weltweit zur dritthäufigsten Todesursache werden wird. Allein in Deutschland leiden heutzutage ca. acht Millionen Menschen an COPD. Vor allem ältere Menschen zwischen 50 und 70 Jahren sind von der Erkrankung betroffen.

Therapie der COPD

Da das Rauchen den Hauptrisikofaktor für die Entstehung einer COPD darstellt, ist es wichtig, dass bei Betroffenen nicht nur die chronisch obstruktive Lungenerkrankung behandelt wird, sondern dass sie auch das Rauchen dauerhaft aufgeben. Nikotinersatzstoffe, aber auch eine Verhaltenstherapie können hierbei helfen. Daneben gehören körperliche Bewegung, Atemgymnastik und eine gesunde Ernährung zu einer erfolgreichen COPD-Therapie. Auch Medikamente können die Symptome einer COPD lindern. Bei schwerer COPD kann eine kurzfristige oder auch langfristige Sauerstoff-Therapie nötig werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 06.06.2011
  • Autor/in: Frau Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Almut Pforte: COPD - Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und Komplikationen, Blackwell Wissenschaft, 2002
  • Allan V. Prochazka: New Developments in Smoking Cessation, Chest 2000
  • Gesundheitsbericht für Deutschland, 1998
  • www.copd-aktuell.de
  • BDA-Manual COPD
  • Leitlinie der Deutschen Atemwegsliga und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD), Pneumologie 2002
  • 56: 704-738, Georg Thieme Verlag Stuttgart New York, ISSN 0934-8387
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