Colitis ulcerosa - Dickdarm-Krebs-Risiko in Deutschland relativ gering
Die Colitis ulcerosa ist momentan noch nicht heilbar. Bei den meisten Patienten wechseln sich Phasen ohne oder mit nur leichten Beschwerden (Remission) und Phasen erhöhter Krankheitsaktivität (Schübe) ab. Bei einem extrem starken Schub spricht man von einem hochakuten oder fulminanten Verlauf.
Setzt die Therapie frühzeitig ein und ist der Darm nur in geringem Umfang befallen, dann können viele Patienten mit einem günstigen Krankheitsverlauf rechnen. Aber auch in schweren Fällen lässt sich die Colitis ulcerosa - anders als beim Morbus Crohn - ausschalten, indem der gesamte Dickdarm operativ entfernt wird (Kolektomie).
Eine Kolektomie wurde früher auch als vorbeugende Maßnahme gegen Dickdarmkrebs erwogen. Das Risiko, an einem derartigen Tumor zu erkranken, ist für Colitis-ulcerosa-Patienten höher als für die Normalbevölkerung. Es variiert aber auch bei Colitis-ulcerosa-Patienten, denn das Risiko ist abhängig von der Dauer und der Ausdehnung der Entzündung. Unklar ist aber, wie hoch das Krebsrisiko tatsächlich ausfällt. Nach einer übergreifenden Analyse verschiedener internationaler Studien liegt die Wahrscheinlichkeit, an Dickdarmkrebs zu erkranken
In schweren Fällen hilft eine Dickdarm-Entfernung
Setzt die Therapie frühzeitig ein und ist der Darm nur in geringem Umfang befallen, dann können viele Patienten mit einem günstigen Krankheitsverlauf rechnen. Aber auch in schweren Fällen lässt sich die Colitis ulcerosa - anders als beim Morbus Crohn - ausschalten, indem der gesamte Dickdarm operativ entfernt wird (Kolektomie).
Krebsrisiko abhängig von Entzündungsdauer und -ausweitung
Eine Kolektomie wurde früher auch als vorbeugende Maßnahme gegen Dickdarmkrebs erwogen. Das Risiko, an einem derartigen Tumor zu erkranken, ist für Colitis-ulcerosa-Patienten höher als für die Normalbevölkerung. Es variiert aber auch bei Colitis-ulcerosa-Patienten, denn das Risiko ist abhängig von der Dauer und der Ausdehnung der Entzündung. Unklar ist aber, wie hoch das Krebsrisiko tatsächlich ausfällt. Nach einer übergreifenden Analyse verschiedener internationaler Studien liegt die Wahrscheinlichkeit, an Dickdarmkrebs zu erkranken
- nach 10 Jahren Krankheitsdauer bei 2%
- nach 20 Jahren bei 9%
- nach 30 Jahren bei 19%.
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