Colitis ulcerosa - Stoma verbessert in einigen Fällen die Lebensqualität

Eine Dickdarm-Entfernung (Kolektomie) ist bei der Colitis ulcerosa selten notwendig: Sie findet nur bei 10-30% der schweren Fälle statt. Sinnvoll ist eine Dickdarm-Entfernung, wenn
  • schwere Schübe nicht mehr auf Medikamente ansprechen
  • der Patient die Medikamente bei einem chronisch-aktiven Verlauf nicht mehr verträgt
  • lebensbedrohliche Komplikationen drohen bzw. eingetreten sind.
Als vorbeugende Maßnahme gegen die Entstehung eines Dickdarmkrebses ist die Kolektomie umstritten.

Pouch kann Stuhlinkontinenz verhindern



Die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Stoma) versuchen Chirurgen heute zu vermeiden, indem sie den Schließmuskel erhalten und ihn später mit dem Dünndarm verbinden. Ein aus dem Dünndarm-Ende gebildetes Reservoir (Pouch) kann den Dünndarmstuhl besser aufnehmen als ein völlig gerade verlaufendes Darmrohr. Patienten können unter diesen Voraussetzungen die Darmentleerungen häufig willentlich kontrollieren.

Selbsthilfegruppen für Stoma-Patienten empfehlenswert



Erfahrene Ärzte weisen darauf hin, dass das Leben nach der Stoma-Anlage nicht mehr dasselbe ist wie vorher -, aber nahezu immer ein besseres. Unerlässlich ist dabei jedoch, den Patienten auf den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang gut vorzubereiten. Neben den behandelnden Ärzten und Pflegern können dabei auch Selbsthilfegruppen eine wertvolle Hilfe sein.


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