Colitis ulcerosa – Darmspiegelung ermöglicht genaue Diagnose

Allergie Endoskopiebild: Normale Darmschleimhaut © Uniklinik Heidelberg, Innere Medizin IVNormale Darmschleimhaut
© Uniklinik Heidelberg, Innere Medizin IV Darmschleimhaut bei Colitis ulcerosa
Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist derzeit die sicherste Methode, um Colitis ulcerosa zu diagnostizieren. Der Arzt führt dazu ein schlauchartiges Instrument (Endoskop), das mit einer Optik inklusive Lichtquelle ausgestattet ist, über den After in den Darm ein. Auf diese Weise kann er das Innere des Darms inspizieren und mithilfe einer winzigen Kamera auch Aufnahmen machen. Ein großer Vorteil der Darmspiegelung: Während der Untersuchung kann der Arzt über einen Arbeitskanal mit einer winzigen Zange Gewebeproben (Biopsien) der Schleimhaut entnehmen. Das Bild oben links zeigt die Aufnahme einer gesunden Schleimhaut. Das Bild oben rechts zeigt die Aufnahme der Schleimhaut bei Colitis ulcerosa.

Koloskopie: Der Arzt inspiziert den gesamten Dickdarm

Die Darmspiegelung erlaubt eine Untersuchung des Mastdarms (Rektum), des gesamten Dickdarms (Kolon) sowie der letzten Zentimeter des unteren Dünndarms (Ileum). Wichtig ist eine vorherige gründliche Darmreinigung. Eine Rektoskopie (Mastdarmspiegelung) mit einem starren Rektoskop (ca. 15 cm lang) reicht zur Abklärung der Diagnose in der Regel nicht aus.

Patienten erhalten vor der Koloskopie ein Schmerzmittel

Die Rektoskopie ist für den Patienten nicht belastend. Anders ist dies bei der Koloskopie: Das Einblasen von Luft zur Entfaltung der Darmwände und das Vorschieben des Endoskops können unangenehm sein, vor allem wenn Engstellen die Passage erschweren. Die Patienten erhalten vor der Untersuchung jedoch ein Schlafmittel wie Midazolam oder in Einzelfällen auch das Narkotikum Propofol. Ist ein Vorschieben des Endoskops wegen starker Schmerzen unmöglich, wird der Arzt auf eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung ausweichen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 16.08.2012
  • Autor/in: Günter Löffelmann, Diplom-Biologe und Medizinjournalist; Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité, Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Interview mit Dr. Thomas Ochsenkühn, CED-Ambulanz Klinikum Großhadern, München
  • Interview mit Dr. Carsten Büning, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie, Charité, Universitätsmedizin - Berlin
  • AWMF-Leitlinien, Colitis ulcerosa, Stand 2011
  • Dr. Hans Herfarth, Innere Medizin I, Uni Regensburg: Medizinische Online-Ringvorlesung
  •  Seite empfehlen
  •  Drucken
  •  Newsletter
  •  Weitere Dienste
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung
  • afgis-Qualitätslogo mit Ablauf 2014/07: Mit einem Klick auf das Logo öffnet sich ein neues Bildschirmfenster mit Informationen über vitapublic GmbH und sein/ihr Internet-Angebot: www.vitanet.de
  • Logo der Health On the Net Stiftung. das Gesundheitsportal vitanet.de ist von der Health On the Net Stiftung (HON) akkrediert. Zur Prüfung klicken Sie hier.
  • Logo der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW)
  • Logo der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung e.v. (AGOF)