Medikamente bei chronischer Bronchitis: Hustenlöser

Bei einer chronischen Bronchitis fällt es Betroffenen vor allem morgens schwer, den Schleim, der sich nachts in ihren Bronchien abgelagert hat, abzuhusten. Deshalb kann es sinnvoll sein, Hustenlöser (sogenannte Sekretolytika bzw. Mukolytika) einzunehmen.

Hustenlöser wie Ambroxol oder Acetylcystein verflüssigen den Schleim und erleichtern so das Abhusten. Die Hustenrezeptoren werden dadurch entlastet und der Hustenreiz gelindert.

Pflanzliche Präparate mit Thymian und Efeu beziehungsweise Thymian und Primel können den Abtransport des Schleims fördern. Zudem können Arzneimittel mit Myrtol helfen, akuten Entzündungsschüben (Exazerbationen) bei einer chronischen Bronchitis vorzubeugen.

Hustenlöser bei chronischer Bronchitis als Tabletten einnehmen

In der Regel sollten Patienten Hustenlöser nur in Form von Tabletten einnehmen, da es bei der Inhalation zu Reizungen der Schleimhäute kommen kann. Wer inhalieren möchte, kann dafür Wasser oder Kochsalzlösungen verwenden.

Betroffene sollten sich jedoch immer bewusst sein, dass die Einnahme von Schleimlösern lediglich die Symptome lindert, jedoch nicht die Ursache beseitigen kann. Deshalb sollten sie nicht vergessen, die Auslöser der chronischen Bronchitis wie Zigarettenrauch und chemische Reize zu meiden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Berufsverband der Pneumologen (www.lungenaerzte-im-netz.de): Chronisch obstruktive Bronchitis
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (2010): Akuter und chronischer Husten, Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten
  • Wiesenauer, M. (2008): PhytoPraxis
  • Ärztezeitung.de: Gute Daten zu Myrtol bei Sinusitis und Bronchitis (14.10.2010)
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