Therapie der chronischen Bronchitis

Die erste und eine der wichtigsten Maßnahmen in der Therapie einer chronischen Bronchitis ist, mit dem Rauchen aufzuhören beziehungsweise andere Ursachen wie chemische Reizstoffe so gut wie möglich zu meiden. Denn nur so lässt sich verhindern, dass die Krankheit weiter fortschreitet und sich zum Beispiel eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) entwickelt.

Wenn es der Betroffene schafft, vollständig mit dem Rauchen aufzuhören, bessert sich der Raucherhusten in den meisten Fällen bereits innerhalb von vier bis sechs Wochen. Wurde die chronische Bronchitis bereits in einem frühen Stadium erkannt, ist sie in manchen Fällen vollständig heilbar – vor allem, wenn der Patient jünger als 40 Jahre ist.

Inhalieren löst Schleim bei chronischer Bronchitis

Das Inhalieren neutraler Inhalationslösungen wie Kochsalzlösung kann in der Therapie einer chronischen Bronchitis eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern. Eine Inhalation löst den Schleim, der auf diese Weise besser abgehustet werden kann.
So inhalieren Sie richtig:
Eine Inhalationslösung stellen Sie ganz einfach selbst her, indem Sie zwei Teelöffel Salz mit einem Liter kochendem Wasser übergießen. Beugen Sie sich dann über die Inhalationslösung und legen Sie sich ein Handtuch über den Kopf, damit der Dampf nicht entweicht. Wenn Sie möchten, können Sie auch einen speziellen Dampfinhalator benutzen. Beim Inhalieren sollten Sie einfach ganz normal weiteratmen. Insgesamt wird eine Inhalationsdauer von etwa fünf bis zehn Minuten empfohlen.

Medikamente bei chronischer Bronchitis

Auch Schleimlöser (Sekretolytika), die den Schleim verflüssigen und Sekretomotorika, die den Abtransport des Schleims verbessern, können helfen, wenn der Patient Probleme beim Abhusten des Schleims hat. Kommt bei einem akuten Bronchitisschub eine bakterielle Infektion hinzu, verordnet der Arzt meist Antibiotika. Wenn bereits eine Verengung (Obstruktion) der Atemwege eingetreten ist, sind zum Beispiel Beta-2-Sympathomimetika, Anticholinergika, Kortison oder Theophyllin in vielen Fällen sinnvoll.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Lungeninformationsdienst des Helmholtz Zentrums München: Akute und chronische Bronchitis
  • Berufsverband der Pneumologen (www.lungenaerzte-im-netz.de): Chronisch obstruktive Bronchitis
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (2010): Akuter und chronischer Husten, Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten
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