Cholera

Cholera ist eine sehr schwere und gefährliche Durchfallerkrankung. Die Erreger sind Bakterien (Vibrionen), die über verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel in den Körper gelangen.

Dort vermehren sie sich im Magen-Darm-Trakt und erzeugen ein Gift, das auf die Darmschleimhaut wirkt. Der Betroffene leidet unter massivem Durchfall mit großem Flüssigkeitsverlust (sogenannte Reiswasserstühle).

Symptome und Krankheitsverlauf bei Cholera

Cholera tritt in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Ansteckung auf. Sie beginnt mit starken Brechanfällen oder flüssigen Durchfällen. Dadurch verlieren die Betroffenen Flüssigkeit und lebenswichtige Elektrolyte (salzhaltige Stoffe). Dies führt unbehandelt zu Austrocknung, Krämpfen sowie zu Nieren- und Kreislaufversagen. Typisches Anzeichen ist milchig-weißer Stuhl.

Diagnose und Behandlung von Cholera

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Da eine Unterscheidung zu „normalen“ Durchfallerkrankungen nur durch Laboruntersuchungen des Erbrochenen oder Stuhls getroffen werden kann, sollte man gleich zu Beginn der beschriebenen Symptome zum Arzt gehen. Betroffene werden sofort isoliert. Sie erhalten Flüssigkeit, Elektrolytlösungen und Antibiotika.

Die Krankheit ist in Deutschland meldepflichtig!

Wo kommt Cholera vor?

Cholera tritt vor allem in Gebieten mit schlechten hygienischen Verhältnissen – zum Beispiel auch nach Naturkatastrophen oder kriegerischen Handlungen – auf.

Weltkarte zur Verbreitung von Cholera © WHO, 2013Weltkarte zur Verbreitung von Cholera

Mögliche Impfungen gegen Cholera

Es besteht die Möglichkeit einer Schluckimpfung. Experten halten diese für normale Touristen meist für unnötig. Das Risiko einer Infektion wird als sehr gering eingeschätzt. Bei einem Aufenthalt über mehrere Wochen in einem risikoreichen Land sollte man sich jedoch impfen lassen. Die Impfung verleiht einen drei- bis sechsmonatigen Schutz, der bei etwa 90 Prozent liegt. Der Impfschutz setzt etwa eine Woche nach der letzten Impfdosis ein. Als Nebenwirkung werden gelegentlich leichte Verdauungsstörungen beobachtet.

Vorsorge gegen Cholera

An erster Stelle steht eine gewissenhafte Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. Vermeiden Sie die Benutzung von Wasser, das nicht aus abgepackten und verschlossenen Flaschen kommt. Essen Sie keine Lebensmittel, die nicht geschält, gekocht oder gebraten sind. Und achten Sie darauf, dass keine Eiswürfel in Ihren Getränken sind. Meiden Sie außerdem rohe Milch und Molkereiprodukte wie beispielsweise Speiseeis.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.06.2015
  • Autor/in: vitanet.de; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Robert-Koch Institut: Infektionskrankheiten A-Z
  • WHO: International travel and health
  • BZgA: Reisegesundheit
  • Auswärtiges Amt: Länder- und Reiseinformationen
  • Robert Koch-Institut: Steckbriefe seltener und importierter Infektionskrankheiten (http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Steckbriefe/Steckbriefe_120606.pdf?__blob=publicationFile)
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