Betriebliche Burnout-Prävention

Ein Unternehmen kann viel tun, um seine Mitarbeiter vor dem Burnout-Syndrom zu schützen. Die passenden Maßnahmen zur Prävention können sich von Unternehmen zu Unternehmen unterscheiden.

Deshalb ist es zunächst einmal wichtig, eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, in die psychische Stressoren mit einbezogen werden. Dazu wird geschaut, ob jeder einzelne Stressor, wie etwa die Leistungsmenge oder vorhandene Zeitvorgaben, in dem Unternehmen vorkommt und wie stark er ausgeprägt ist. Zusätzlich wird überlegt, was optimal wäre. Anschließend werden gegebenenfalls Maßnahmen eingeleitet, um sich dem Soll-Zustand anzunähern. Eine solche Analyse lässt sich für alle Personengruppen in einem Unternehmen durchführen und zeigt ihre Burnout-Gefährdung auf.

Die vorgenommene Einschätzung muss jedoch nicht mit dem persönlichen Empfinden des einzelnen Mitarbeiters übereinstimmen. Deshalb ist es in der Burnout-Prävention auch wichtig, dass die Mitarbeiter zu einer Selbsteinschätzung aufgefordert werden. Können sie die Leistungen erbringen, die gefordert werden? Haben sie genug Zeit dazu?

Mögliche betriebliche Maßnahmen zur Burnout-Prävention können sein:

  • Regelmäßige Mitarbeitergespräche: In den Gesprächen tauschen sich Mitarbeiter und Vorgesetzte über die Situation im Unternehmen sowie Ziele und Wünsche aus. Im Anschluss können die Arbeitsanforderungen entsprechend angepasst werden.
  • Klare Zielvorgaben und Erfolgskriterien: Wenn klare Ziele definiert sind, fällt es den Mitarbeitern leichter einzuschätzen, wie gut sie arbeiten. Nur wer seine eigene Leistung beurteilen kann, kann effektiv arbeiten und fühlt sich wohl.
  • Möglichkeiten zur Weiterbildung: Weiterbildungsmaßnahmen erhöhen die Motivation und das Wohlbefinden der Mitarbeiter und schützen so vor Burnout.
  • Entfaltungsmöglichkeiten: Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter ermutigen, ihr Können und ihre persönlichen Fähigkeiten in die Arbeit einzubringen.
  • Soziale Unterstützung: Unternehmen, die ihren Mitarbeitern in Krisenzeiten soziale Unterstützung anbieten, die flexible Arbeitszeiten ermöglichen oder Mentorenprogramme initiieren, erhöhen damit die Zufriedenheit und die Loyalität ihrer Mitarbeiter.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 30.05.2014
  • Autor/in: Christina Wiener, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Kaeding, Astrid / Resch, Martin: Innerbetriebliche Präventionsstrategien gegen Burnout (2010)
  • Ruhwandl, Dagmar: Burnoutprävention in der Arbeitsmedizin
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