Therapie bei Brustkrebs (Mammakarzinom): Strahlentherapie
Die Strahlentherapie (Radiatio) wird neben der Operation am häufigsten zur Therapie bei Brustkrebs eingesetzt. Ionisierende Strahlen schädigen die Erbsubstanz der Zellen, wodurch diese sich nicht mehr teilen und vermehren können. Tumorzellen reagieren dabei empfindlicher auf Strahlen als gesunde Zellen und gehen deshalb schneller zugrunde.
Die Strahlentherapie senkt das Risiko für einen neuen Tumor
Ziel der Strahlentherapie ist die Vernichtung von eventuell vorhandenen mikroskopischen Tumorresten. Sie gilt als Standardtherapie nach jeder brusterhaltenden Operation und mindert das Risiko eines Rückfalls (Lokalrezidivs) erheblich. 20 bis 40 Prozent der Frauen erleiden ohne Bestrahlung der Restbrust ein Lokalrezidiv, nach einer Strahlentherapie sind es nur fünf bis zehn Prozent.
Nach Amputation der gesamten Brust ist das Risiko eines Lokalrezidivs geringer. Aus diesem Grunde muss eine Bestrahlung nicht in jedem Fall durchgeführt werden.
Eine Bestrahlung nach der Brustamputation ist jedoch angezeigt:
Die Bestrahlung beginnt vier bis acht Wochen nach der Brustkrebs-Operation, wenn die Operationswunde größtenteils verheilt ist. Der Ablauf der Bestrahlung wird individuell auf die Patientin angepasst.
Nach Amputation der gesamten Brust ist das Risiko eines Lokalrezidivs geringer. Aus diesem Grunde muss eine Bestrahlung nicht in jedem Fall durchgeführt werden.
Eine Bestrahlung nach der Brustamputation ist jedoch angezeigt:
- wenn sich der Tumor im Stadium T3 oder T4 befand, also sehr groß war
- wenn sich in der Brust mehrere Krebsherde befanden
- wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte oder nur zusammen mit sehr wenig umgebendem Gewebe (R1- oder R2-Resektion) und eine Nachoperation nicht möglich ist
- wenn der Tumor in Muskeln oder Haut eingewachsen war
- wenn in der Achselhöhle mehr als vier Lymphknoten befallen waren
- wenn bei einer Frau unter 35 Jahren in der Achselhöhle ein bis drei Lymphknoten befallen waren (ist die Frau über 35 Jahre alt, entscheidet der Arzt, ob bestrahlt werden soll)
Die Bestrahlung beginnt vier bis acht Wochen nach der Brustkrebs-Operation, wenn die Operationswunde größtenteils verheilt ist. Der Ablauf der Bestrahlung wird individuell auf die Patientin angepasst.
Brustkrebs: Hautprobleme sind Nebenwirkungen der Strahlentherapie
Als Nebenwirkung einer Strahlentherapie bei Brustkrebs treten häufig Hautreaktionen auf. Sie machen sich meist zwei bis drei Wochen nach Beginn der Behandlung in Form von Rötung, Schuppung oder auch bräunlicher Pigmentierung bemerkbar. Der bestrahlte Hautbereich ist zudem berührungsempfindlicher. Wichtig ist, dass Sie die Hautareale nicht zusätzlich reizen, zum Beispiel durch Seife oder Deo, sondern mit rückfettenden und entzündungshemmenden Produkten pflegen.
Die Hautveränderungen bilden sich innerhalb weniger Wochen nach Behandlungsende zurück. Als Spätfolge kann es zu einer Verfestigung und Verkleinerung der Brust, zu verstärkter Pigmentierung der Haut und kleinen besenartig erweiterten Blutgefäßen kommen. In dem mitbestrahlten Lungenteil treten gelegentlich Vernarbungen auf. Insgesamt ist die Strahlentherapie durch moderne dreidimensionale Verfahren zu einer relativ schonenden Behandlungsform geworden.
Die Hautveränderungen bilden sich innerhalb weniger Wochen nach Behandlungsende zurück. Als Spätfolge kann es zu einer Verfestigung und Verkleinerung der Brust, zu verstärkter Pigmentierung der Haut und kleinen besenartig erweiterten Blutgefäßen kommen. In dem mitbestrahlten Lungenteil treten gelegentlich Vernarbungen auf. Insgesamt ist die Strahlentherapie durch moderne dreidimensionale Verfahren zu einer relativ schonenden Behandlungsform geworden.





