Brustkrebs (Mammakarzinom): Nachsorge soll neue Tumoren frühzeitig erkennen

Zur Krebsnachsorge gehören nicht nur regelmäßige medizinische Folgeuntersuchungen, sondern auch eine psychologische und soziale Betreuung und Rehabilitationsmaßnahmen.

Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen dienen dazu, ein örtliches Wiederauftreten des Tumors (Lokalrezidiv) möglichst frühzeitig zu erkennen und umso erfolgreicher behandeln zu können. Außerdem kann bei neu aufgetretenen typischen Beschwerden gezielt nach Tochtergeschwulsten gesucht werden. In welchem Umfang und zeitlichen Abstand diese Nachsorgeuntersuchungen bei einer Frau mit Brustkrebs erfolgen, hängt sowohl von dem individuellen Rückfallrisiko der Frau, als auch vom jeweiligen Therapiezentrum ab.

Folgendes Schema soll daher lediglich Anhaltspunkte zu den Nachsorgeuntersuchungen bei Brustkrebs geben:

in den ersten drei Jahren nach der Tumorentfernung: nach vier bis fünf Jahren:
  • alle sechs Monate eine körperliche Untersuchung
  • alle zwölf Monate eine Mammografie
nach sechs und mehr Jahren:
  • alle zwölf Monate eine körperliche Untersuchung
  • Mammografien in größeren zeitlichen Abständen
Dieses Schema gilt insbesondere nach brusterhaltenden Operationen. Bei Entfernung der ganzen Brust sind auch in den ersten Jahren nur jährliche Mammografien der nicht erkrankten Brust erforderlich. Natürlich ist die Frau zusätzlich angehalten, die monatliche Selbstuntersuchung durchzuführen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.10.2016
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Krebsinformation des Deutschen Krebsforschungszentrums: Brustkrebs
  • Brustkrebsinfo: www.brustkrebs-berlin.de
  • Deutsche Krebsgesellschaft e.V.: Brustkrebs
  • Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, 2012: http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-045OL_l_S3__Brustkrebs_Mammakarzinom_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2012-07.pdf
  • Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister in Deutschland, Robert Koch-Institut Berlin: Krebs in Deutschland - Häufigkeiten und Trends, 8. Ausgabe, 2012
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